Bericht: Wiener Servicestellen im Club- und Veranstaltungskontext

Doppelt gemoppelt? In Wien gibt es bereits viele Services, die sich an die Club- und Veranstaltungsszene richten. Warum sollte es eine Vienna Club Commission brauchen? Der Bericht zu Servicestellen im Club- und Veranstaltungskontext zeigt Potenzial auf.

Für diese Bericht wurden alle Wiener Servicestellen im Veranstaltungsbereich befragt. Mit einem klaren Bild von ihren Zuständigkeiten kann die Vienna Club Commission (VCC) ihre Aufgaben sinnvoll abgrenzen und gezielt Kooperationen aufsetzen. Letzteres wurde detailliert abgefragt. Die Bereitschaft in den Bereichen Beratung, Workshops und Expert*innen-Pool zu kooperieren, ist allgemein sehr hoch.

22 Servicestellen – Alle begrüssen eine Service- und Vermittlungsschnittstelle für die Clubkultur.

Die bestehenden Services in Wien befassen sich mit Teilbereichen des Club- und Veranstaltungsbereichs. So setzen sich Magistratische Bezirksämter und die WKO Wien mit Betriebsanlagengenehmigungen auseinander. Das Kulturinfoservice der IG Kultur Wien und die MA 36 bieten Beratungen für alle, die eine Veranstaltung planen. Es gibt Services, die Drug Checking auf Events anbieten, die gegen sexuelle Belästigung oder Rassismus vorgehen oder Informationen über nachhaltiges Veranstalten bieten. Andere Stellen kommen vor allem bei Problemen zum Einsatz.

Workshops, Know-how, Lösungsmodelle, Expert*innen-Pool

Aber alle Services haben ihre Beratungsangebote beschränkt – etwa auf Unternehmen, auf eine geförderte Szene, auf bestimmte Partikularthemen oder auf laufende Genehmigungsverfahren ohne die Möglichkeit auf externe Expert*innen verweisen zu können. Workshops werden äußerst selten angeboten. Das Know-how ist sehr fragmentiert, so finden etwa strukturierte Recherchen zu Lösungsmodellen nicht statt. Weiters steht ein Online-Praxiswisssen zu allen Bereichen von Betriebsanlagen steht nicht zur Verfügung, ebenso wenig ein Pool an Expert*innen.

Services haben beschränkte Beratungsangebote. Innovative Lösungsmodelle werden kaum angeboten.

Alle befragten Services wünschen sich für die Clubszene eine Service- und Vermittlungsschnittstelle, die sich gezielt an die Akteur*innen im Club- und Veranstaltungskontext richtet. Vernetzung wird als sinnvoll erachtet. Die Bereitschaft mit der VCC zu kooperieren – etwa bei Beratung, Workshops, Expert*innen-Pool oder Know How – ist sehr hoch. Dabei wird die Vienna Club Commission als wichtige Ergänzung zur Arbeit der bereits bestehenden Servicestellen und der Stadt Wien empfunden. 

Danksagung

Wir danken den Servicestellen AwA_wien – Awareness Kollektiv aus Wiencheckit!, Eventcenter der MA 36 – Gewerbetechnik, Feuerpolizei und Veranstaltungen, Gebietsbetreuungen Stadterneuerung, Grätzlpolizei / GEMEINSAM.SICHER, Gruppe Sofortmaßnahmen, Kreative Räume Wien, Kulturinfoservice der IG Kultur Wien, MA 42 – Wiener Stadtgärten, MA 57 – Frauenservice Wien, mica – music austria, ÖkoEvent, Permanenzdienst der Stadt Wien, Projektsprechtage der Magistratischen Bezirksämter, Service für Veranstaltungen und Gewerbe der MA 48 Abfallwirtschaft, Sucht- und Drogenkoordination Wien, Veranstalterverband Österreich (VVAT), WienTourismus, wienXtra, Wirtschaftsagentur Wien, WKO Wien – Betriebsanlagenservice, ZARA – Zivilcourage & Anti-Rassismus-Arbeit für ihre Teilnahme.

Der Bericht zu Wiener Servicestellen im Club- und Veranstaltungskontext wurde von Martina Brunner methodisch und redaktionell erarbeitet. Stefan Niederwieser übernahm die redaktionelle Leitung.

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