Covid-19-Hilfsmaßnahmen und Förderungen [Stand 7.1.2022]

Wir geben euch hier eine Übersicht über Hilfsmaßnahmen und Förderungen, die ihr als Veranstalter*in, Betreiber*in oder Kunstschaffende beziehen könnt.

Hilfsmaßnahmen aufgrund der Covid-19-Pandemie

Seit Mitte November müssen Clubs wieder geschlossen bleiben. Veranstaltungen dürfen nur unter widrigsten Auflagen stattfinden. Welche Hilfen Veranstalter*innen und Betreiber*innen deswegen zustehen, erfahrt ihr hier.

Die wichtigsten Updates im Überblick:

  • Der Verlustersatz II wurde bis Ende Dezember 2021 verlängert.
  • Der Ausfallsbonus III wurde bis Ende März 2022 verlängert
  • Die Kurzarbeit wurde bis 30.6. 2022 verlängert. Für Angestellte der Gastronomie kann im Rahmen der Kurzarbeit wieder eine Trinkgeldpauschale geltend gemacht werden.
  • Der Schutzschirm für Veranstaltungen läuft bis vorerst 31.12.2022
  • Der NPO Fonds wurde um das 4. Quartal 2021 und das 1. Quartal 2022 verlängert.
  • Die Überbrückungsfinanzierung für selbstständige Künstler*Innen wurde um das erste Quartal 2022 erweitert. Zulassungsfrist für Neuversicherte ist nun September 2021
  • Für den Künstlersozialversicherungsfonds Phase V kann bis 30.6.2022 eingereicht werden
  • Betriebe die auf Grund der herrschenden Einschränkungen auch nach Lockdownende geschlossen sind, sollten sich bei ihren AKM Betreuer:innen melden, da sonst die Pauschale abgebucht wird.

Wer: Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die in Betrachtungszeiträumen ab Juli 2021 bis März 2022 Umsatzausfälle von zumindest 50% verbuchen mussten.

Achtung: Unternehmen die in den Monaten November oder Dezember 2021 einen geringeren Umsatzausfall von mindestens 30% haben, können den → Ausfallbonus III beantragen. Für Clubs könnte das vor allem im November 2021 zutreffen, da sie nicht das volle Monat schließen mussten.

Wofür: Der Verlustersatz stellt eine Verlustabdeckung für ungedeckte Fixkosten bis 10 Millionen Euro dar.

Was: Die Höhe des Verlustersatzes entspricht 70 Prozent der Bemessungsgrundlage. Bei Klein- oder Kleinstunternehmen erhöht sich die Ersatzrate auf 90 Prozent der Bemessungsgrundlage.

Wie: Der Antrag muss über eine*n Steuerberater*in, Wirtschaftsprüfer*in, oder Bilanzbuchhalter*in eingebracht werden. 

Wann: Anträge können spätestens bis 30. Juni 2022 eingebracht werden.

Link: FAQ Verlustersatz II / fixkostenzuschuss.at

Wer: Unternehmen die in einem Kalendermonat von November 2021 bis Dezember 2021 einen Umsatzausfall von zumindest 30%, sowie in einem Kalendermonat von Januar 2022 bis März 2022 einen Umsatzausfall von mindestens 40% haben.

Wofür: Der Ausfallsbonus ist eine Liquiditätshilfe von bis zu 80.000 Euro für alle Unternehmen, die wegen der Coronamaßnahmen nicht gänzlich schließen müssen, aber dennoch Umsatzentfälle zu beklagen haben.

Was: Die Höhe des Ausfallsbonus III ergibt sich aus dem Umsatzausfall im Betrachtungszeitraum und dem jeweiligen Prozentsatz, der gemäß Branchenkategorisierung (ÖNACE) für die Branche heranzuziehen ist (10 – 40 %). In der Gastronomie beträgt dieser Prozentsatz 40%. 
Der Ausfallsbonus III ist mit EUR 80.000 pro Kalendermonat gedeckelt.
Gemeinsam dürfen Ausfallsbonus III und Kurzarbeitshilfen maximal den Umsatz des Vergleichszeitraums ergeben.

Wie: Der Antrag erfolgt über Finanz Online

Wann: Beantragbar ab dem 10. des auf den Betrachtungszeitraum folgenden Kalendermonats bis zum 9. des auf den Betrachtungszeitraum viertfolgenden Kalendermonats.

  • November 2021: 10.12.2021 – 09.03.2022
  • Dezember 2021: 10.01.2022 – 09.04.2022
  • Jänner 2022: 10.02.2022 – 09.05.2022
  • Februar 2022: 10.03.2022 – 09.06.2022
  • März: 2022: 10.04.2022 – 09.07.2022

Link: FAQ Ausfallbonus III / fixkostenzuschuss.at

Wer: Veranstalter*innen, die eine Veranstaltung zwischen 01.03.2021 und 31.12.2022 in Österreich planen, Mindesteinnahmen von € 15.000 oder, falls keine Einnahmen vorgesehen, mindestens € 15.000 Veranstaltungskosten und für diese das wirtschaftliche Risiko tragen. Alternativ können Veranstaltungs­agenturen und Eventplaner*innen unter bestimmten Voraussetzungen als Veranstalter*in die Förderung beantragen

Wofür: Ziele dieser Förderung sind die Ermöglichung der Planung und Durchführung von Veranstaltungen trotz der Covid-19-Krise sowie die Stärkung der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.

Was: Ausgleich des finanziellen Nachteils, der aus einer Covid-19 bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung resultiert. Gefördert werden alle Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette eigene Personalkosten für die Planung und Durchführung der Veranstaltung. 
Zuschuss in Höhe von maximal 90% der förderbaren Kosten im Falle einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung. Der Zuschuss ist mit maximal 200.000 Euro (De-Minimis) zuzüglich max. EUR 1.800.000 (Befristeter Rahmen) gedeckelt.

Wie: OEHT Kundenportal LogIn

Wann: Seit 18.01.2021

Link: Schutzschirm für Veranstaltungen

Wer: Gefördert werden Ein-Personen-Unternehmer*innen, Kleinstunternehmer*innen, freie Dienstnehmer*innen und Selbständige. Auch nicht gewerbliche Unternehmen, wie freie Berufe, werden gefördert (soweit Kleinstunternehmer*innen).

Wofür: Unterstützung der persönlichen Lebenshaltungskosten. 

Was: Der Härtefallfonds wurde um weitere fünf Betrachtungszeiträume - nämlich November und Dezember 2021 sowie Jänner, Februar und März 2022 erweitert.
Anspruchsberechtigte erhalten für die Lockdown-Monate November und Dezember mindestens 1.100 Euro, Anfang 2022 dann mindestens 600 Euro. Das Umsatzminus muss im November und Dezember 30 Prozent, Anfang 2022 dann 40 Prozent im Vergleich zur Vorkrisenzeit betragen.

Wie: Online-Antrag bei der WKO

Wann: Die Antragstellung vom 1.12.2021 bis 2.5.2022 möglich. Bis zu diesem Tag wird auch die rückwirkende Antragstellung für alle fünf Betrachtungszeiträume der Phase 4 möglich sein.

Link: WKO – Härtefallfonds

Wer: Arbeitgeber*innen, die in einem Betrieb/ in Betrieben/ in Betriebsteilen mit einem Betriebsstandort in Österreich Kurzarbeit durchführen. Auch für Vereine möglich.

Wofür: Die Beschäftigung soll zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Zusammenhang mit Covid-19 gesichert werden, betriebsbedingte Kündigungen vermeiden, betriebliches Know How sichern und Flexibilität im Personaleinsatz bewahren.

Was: Der*Die Arbeitnehmer*in erhält während der Dauer der Kurzarbeit zumindest 75% vom vor der Kurzarbeit bezogenen Nettoentgelt, wenn das davor bezogene Bruttoentgelt bis zu € 1.700 beträgt, 70% bei einem Bruttoentgelt zwischen € 1.700 und € 2.685 Euro und 65% bei einem höheren Bruttoentgelt. Bei Lehrlingen beträgt das zu zahlende Entgelt 100% vom vor der Kurzarbeit bezogenen Bruttoentgelt. Der Arbeitszeitausfall darf im Normalfall nicht über 50% der Normalarbeitszeit betragen. Bei besonders betroffenen Unternehmen kann der Arbeitszeitausfall auch bis zu 70% betragen, in einzelnen Sonderfällen bis zu 90%. Das frühere Ende der Kurzarbeit (vor dem in der Sozialpartnervereinbarung fixierten Datum) ist dem Betriebsrat (wenn kein Betriebsrat vorhanden: dem*der einzelnen Arbeitnehmer*in) ebenso wie dem AMS und den zuständigen Sozialpartnern unverzüglich schriftlich bekanntzugeben.

Die Sozialpartner haben sich im Rahmen des Gesamtpakets darauf geeinigt, dass Arbeitnehmer/innen in Trinkgeldbranchen ab 1. Dezember 2021 für die Dauer der Kurzarbeit eine erhöhte Vergütung wie bereits in der Phase 3 (v.a. im November 2020) erhalten

Wie: Antrag über das AMS

Wann: Für die Mitarbeiter in Kurzarbeit muss dem Arbeitsmarktservice (AMS) für jeden Kalendermonat eine Abrechnungsliste vorgelegt werden. Die Kurzarbeitsbeihilfe wird im Nachhinein pro Kalendermonat nach Vorlage und Prüfung der Teilabrechnung ausgezahlt. 

Wer: Non-Profit-Organisationen (NPOs)/ Vereine/ gemeinnützige Organisationen aus allen Lebensbereichen.

Wofür: NPOs erbringen für unsere Gesellschaft unverzichtbare Leistungen. Auch diese Organisationen sind von Covid-19 stark betroffen. Für NPOs die wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch Covid-19 erlitten haben.

Was: Der NPO Fonds wurde um das 4. Quartal 2021 und das 1. Quartal 2022 verlängert. Anträge für das 4. Quartal 2021 können vorraussichtlich ab Februar 2022 eingebracht werden. Details und Richtlinien liegen derzeit noch nicht vor.
Gefördert werden 100% der förderbaren Kosten und der Struktursicherungsbeitrag, wobei der Zuschuss immer mit dem Einnahmenausfall begrenzt ist. Gefördert werden maximal 100% der Kosten für: Miete und Pacht, Wasser, Energie und Telekommunikation, Versicherungen und Lizenzkosten, Vorlaufkosten für abgesagte Veranstaltungen, Steuerberatungskosten, Zahlungsverpflichtungen, Zinsaufwendungen, verderbliche oder saisonale Ware, Personalkosten (BEinstG), Covid-19 bedingte Kosten.

Wie: Online-Antrag

Wann: Vorraussichtlich ab Februar 2022 

Link: NPO-Fonds

Wer: Selbstständig gemeldete Künstler*innen, die bei der SVS künstlerische Tätigkeiten angegeben haben. Antragsberechtigt sind Personen, die Kunst und Kultur schaffen, vermitteln, ausüben und/ oder lehren. NICHT BERECHTIGT sind Künstler*innen, die nicht bei der SVS gemeldet sind und/ oder Arbeitslosengeld beziehen. Die Antragsberechtigung Frist für Neu-Versicherte wurde auf 01.11.2021 erweitert.

Wofür: Für selbstständige Künstler*innen, die durch Covid-19 in eine wirtschaftliche Notlage gerückt sind. Das bedeutet, dass die laufenden Kosten (Lebenshaltungs- und Betriebskosten) nicht mehr gedeckt werden können oder die Weiterführung der künstlerischen Tätigkeit gefährdet ist.

Was: Die Überbrückungsfinanzierung wird für den Zeitraum November und Dezember 2021 und das 1. Quartal ausgeweitet.  Die Unterstützung beträgt 600 Euro monatlich. Während der Lockdown Monate wird die Unterstützung Betrag auf 1000 Euro erhöht. 

Wie: Online-Antrag 

Wann: Derzeit sind Antragstellungen bis ​​31.1.2022 möglich.

Link: Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen

Wer: Künstler*innen sowie Kulturvermittler*innen, die nicht nach den Richtlinien des Härtefallfonds und der Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen anspruchsberechtigt sind.
Achtung! Für Ansuchen ab 2022 hat sich der Stichtag auf 1. November 2021 geändert. Das bedeutet: Personen, die bisher vom KSVF unterstützt wurden, könnten nunmehr Anspruch auf Beihilfen aus dem Überbrückungshilfefonds der SVS haben.

Wofür: Ziel des KSVF's ist es, besondere Not- und Härtefälle für Künstler*innen sowie Kulturvermittler*innen abzufedern, die nicht nach den Richtlinien des Härtefallfonds (WKO) und der Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen (SVS) anspruchsberechtigt sind

Was: Die Beihilfe der Phase 4 betrug von 1. Juli 2021 bis 5. Dezember € 1.000 und konnte ab 2. August 2021 beantragt werden. Mit 6. Dezember 2021 wurde die Beihilfe auf € 1.500 erhöht. Bereits positiv entschiedene und ausbezahlte Ansuchen wurden bis zu dieser Summe aufgestockt. Die Phase 4 endete am 31. Dezember 2021. Ab 17. Jänner 2022 ist es möglich, Anträge für die Beihilfe der Phase 5 zu stellen. Positiv bewilligte Ansuchen erhalten eine Beihilfe in Höhe von einmalig € 1.000..

Wie: Ab 17. Jänner 2022 gibt es ein Onlineformular. Wichtig ist zumindest ein bis zwei Konkrete Projekte zu nennen, die auf Grund der Pandemie im Betrachtungszeitraum nicht zustande gekommen sind.

Wann: Die Phase 5 kann von 17. Jänner bis 30. Juni 2022 beantragt werden.

Link: Künstlersozialversicherungsfonds

Wer: Alle Branchen, deren Betriebsstätten aufgrund der von Covid geschlossen sind.

Wofür: Die AKM stellt selbsttätig alle betroffenen Lizenzverträge mit Beginn der Schließung ruhend (dies entspricht einer Aussetzung des AKM-Lizenzvertrages), ohne dass eine Meldung durch den Betrieb an die AKM notwendig ist. Für den Zeitraum der verordneten Schließung fällt kein AKM-Lizenzentgelt an!

Was: Erlass der gesamten AKM-Gebühren im Zeitraum der behördlichen Schließung

Wie: AKM-Lizenzentgelte, die im Voraus verrechnet und von betroffenen Betrieben für den Zeitraum der verordnenden Schließung bereits bezahlt wurden, werden durch die AKM automatisch als Gutschrift bei der nächsten Rechnung berücksichtigt. Hierfür ist seitens der Kunden nichts weiter zu veranlassen, außer den Zugang der Gutschrift auf der nächsten Rechnung zu kontrollieren.

Solltet ihr euch entscheiden euren Betrieb über den Zeitraum der gesetzlich verordneten Schließung hinaus weiter geschlossen zu halten, wendet euch bitte zeitnah direkt an eure AKM-Geschäftsstelle bzw. AKM-Ansprechpartner*in, damit der AKM-Lizenzvertrag eures Betriebes weiter ruhend gestellt wird, und somit auch weiterhin keine Zahlungsverpflichtungen aufgrund eines laufenden AKM-Lizenzvertrages für euch entstehen.

Wann: Gutschrift erfolgt automatisch bei der nächsten AKM-Rechnung für den Zeitraum der behördlichen Schließung.

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