FAQs: Öffnungsverordnung vom 01.07.2021

Es darf wieder getanzt werden. Ab 01.07. 2021 gilt in Wien eine neue Öffnungsverordnung. Welche Einschränkungen noch immer gelten, das erfahrt ihr hier.

Ab 01.07. 2021 darf wieder getanzt werden. Mit 3G Nachweis, Indoor, ohne Maske. 

Auch die restriktive Sperrstunde fällt mit der neuen Öffnungsverordnung. Hier gelten nun endlich wieder die gleichen Regeln wie vor der Pandemie.

  • Clubs, und alle anderen Betriebsstätten im Gastgewerbe, in denen Gäste während ihres Aufenthalts nicht vorwiegend sitzen, ohne Anzeige/Anmeldung nur maximal 75 Prozent ihrer Personenkapazität einlassen.
  • Beim Betreten der Betriebsstätte muss ein 3G Nachweis erbracht werden.

UPDATE 02.07.2021: Sollen mehr als 75% der Kapazität eingelassen werden, gelten die Regeln für Veranstaltungen:

Von 101 bis 500 Personen muss die Veranstaltung spätestens eine Woche vor Beginn beim zuständigen Bezirksamt (Betriebsanlagen) angezeigt werden.
Die Behörde muss über diese Veranstaltungen also nur Informiert werden, muss sie aber nicht genehmigen.

Die Anzeige muss folgende Informationen beinhalten:

  • Name und Kontaktdaten des für die Zusammenkunft Verantwortlichen
  • Zeit, Dauer und Ort der Zusammenkunft
  • Zweck der Zusammenkunft
  • Anzahl der Teilnehmer.

ab 501 Personen muss die Veranstaltung vom zuständigen Bezirksamt (Betriebsanlagen) genehmigt werden. Die Behörde hat nach vollständigem Einlangen der Unterlagen zwei Wochen Zeit über den Antrag zu entscheiden.

Zusätzlich zur Übermittlung der oben genannten Informationen muss dazu ein Covid-19-Beauftrage*r bestellt, und dem Antrag ein Covid-19-Präventionskonzept beigelegt werden.

UPDATE 6.07.2021
In der Verordnung steht dass im „Regelbetrieb“ einer „Diskothek“ nur 75% der Kapazität eingelassen werden dürfen.
Also geht es bei der Anzeige / Genehmigung darum, zu argumentieren, dass es sich bei den Veranstaltungen nicht um „Regelbetrieb" handelt.
Die Behörde behält sich vor, jede Anzeige einzeln zu prüfen.

Ein Indiz für eine Veranstaltung bzw „Zusammenkunft“ wäre z.B. ein bestimmtes Konzert, oder ein Lineup, das sich nicht ständig wiederholt.
Es macht also wirklich Sinn Lineups in den Anträgen zu inkludieren.

Ab 01.07. 2021 fällt die Besucher*innen-Obergrenze bei Veranstaltungen.

  • Veranstaltungen mit über hundert Personen müssen spätestens eine Woche vor Beginn bei der MA 15 angezeigt werden, sind aber nicht genehmigungspflichtig. 
  • Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmer*innen müssen bei der MA 36 angemeldet werden. Die Behörde hat dann zwei Wochen Zeit um über den Antrag zu entscheiden.
  • Ab hundert Personen muss ein*e COVID Präventionsbeauftragte*r bestellt, und ein Präventionskonzept erstellt werden.
  • Ab hundert Personen muss beim Betreten der Veranstaltung ein 3G Nachweis erbracht werden.
  • Ab hundert Personen müssen die Kontaktdaten der Gäste erhoben werden

Veranstaltungen mit 101 - 500 Teilnehmer*innen müssen spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn bei der Bezirksverwaltungsbehörde (MA 15) via Mail angezeigt werden. Die Behörde muss über diese Veranstaltungen also nur Informiert werden, muss sie aber nicht genehmigen.

Die Anzeige muss folgende Informationen beinhalten:

  • Name und Kontaktdaten des für die Zusammenkunft Verantwortlichen
  • Zeit, Dauer und Ort der Zusammenkunft
  • Zweck der Zusammenkunft
  • Anzahl der Teilnehmer.

Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmer*innen müssen von der Bezirksverwaltungsbehörde genehmigt werden. Zuständig ist bei  in diesem Fall die MA 36V die einen eigenen Covid-Desk eingerichtet hat. Zu erreichen ist dieser unter jennifer.nentwig@wien.gv.at oder lisa.mayer.lm1@wien.gv.at. 
Die Behörde räumt sich, nach vollständigem Einlangen der Unterlagen, zwei Wochen Zeit ein, den Antrag zu behandeln.

Zusätzlich zur Übermittlung der oben genannten Informationen muss dazu ein Covid-19-Beauftrage*r bestellt, und dem Antrag ein Covid-19-Präventionskonzept beigelegt werden. Unter den im vorigen Absatz genannten E-Mail-Adressen, erhält man zu diesem Zweck ein vorgefertigtes Formulare mit einer Präventionskonzept-Checkliste.

Freundlicherweise hat uns die MA 36 erlaubt die nötigen Formulare online zu stellen. Ihr findet sie am Ende dieses Artikels.

Die Behörde hat nach Einlangen zwei Wochen Zeit, um über den Antrag zu entscheiden.

Es lohnt sich also rechtzeitig einen Antrag zu stellen.

Achtung: Unter Umständen muss die Veranstaltung auch schon mit weniger Teilnehmerinnen und früher angemeldet werden, wenn sie unter das Wiener Veranstaltungsgesetz fällt.

Nein, Veranstaltungen die ab 19. Mai bewilligt wurden, brauchen keine neue Bewilligung, und können gemäß der neuen Auflagen stattfinden.

Bei Veranstaltungen und in Lokalen in denen ein 3G Nachweis erbracht werden muss, müssen nun keine Masken mehr getragen werden. 

An den meisten anderen Orten reicht von nun an ein Mund Nasen Schutz (MNS). Die FFP2 Maskenpflicht fällt.

In allen Gastronomischen Betrieben (Clubs, Bars) und bei Veranstaltungen mit über hundert Teilnehmer*innen.

Diese Regel bleibt in der neuen Verordnung großteils unverändert.

Alle Anwesenden, also Gäste und Mitarbeiter*innen müssen beim Betreten nachweisen, dass von ihnen eine „geringe epidemiologische Gefahr“ ausgeht, sie also nachweislich getestet, geimpft oder genesen sind.

Dieser Nachweis muss kontrolliert werden. Beaufsichtigte Schnelltests vor Ort sind in Ausnahmen zulässig, und für die Dauer des Aufenthalts gültig.

Neu ist, dass Betreiber*innen und Veranstalter*innen, bzw. Verantwortliche Personen berechtigt sind die Identität der Gäste festzustellen, um die Gültigkeit der Zertifikate zu kontrollieren. Sie dürfen diese Informationen aber nicht vervielfältigen.

Folgende Regeln gelten für die Nachweise:

Getestet

  • PCR-Tests (maximal 72 Stunden alt) 
  • Antigen-Tests (maximal 48 Stunden alt) 
  • Antigen-Selbsttests mit digitaler Lösung (maximal 24 Stunden alt)

Genesen

  • Eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2, die molekularbiologisch bestätigt wurde.
  • Ein Nachweis über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als 90 Tage sein darf
  • Ein Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten sechs Monaten vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2  erkrankte Person ausgestellt wurde. 
  • Ein Nachweis über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als 90 Tage sein darf. 

Geimpft

  • Nachweis über eine erfolgte Erstimpfung ab dem 22. Tag nach der Erstimpfung, wobei diese nicht länger als 90 Tage zurückliegen darf.
  • Zweitimpfung, wobei die Erstimpfung nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf.
  • Impfung ab dem 22. Tag nach der Impfung bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, wobei diese nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf.
  • Impfung, wenn nicht länger als 270 Tage zurückliegt und wenn 21 Tage vor Impfung positiver PCR- Test bzw. vor der Impfung Nachweis neutralisierender Antikörper vorlag.

Die Nachweise müssen in lateinischer Schrift und in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt werden. Andere Zertifikate sind nicht gültig.

In Clubs und bei Veranstaltungen mit über hundert Teilnehmer*innen muss von Personen, die sich voraussichtlich länger als 15 Minuten bei euch aufhalten werden, Vor- und Nachname, Telefonnummer und/ oder E-Mail-Adresse und Datum und Uhrzeit des Betretens erhoben werden. Die Daten sind für 28 Tage aufzubewahren und nach Ablauf ausnahmslos zu löschen.

In Gastronomiebetrieben, sowie für Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmer*innen, muss ein*e COVID-19 Beauftragte*r bestellt und mit ihm/ihr ein Präventionskonzept ausgearbeitet und umgesetzt werden. Das Konzept muss bei einer allfälligen Kontrolle jederzeit vorzeigbar sein.

Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmer*innen, müssen diese Auflage nicht erfüllen.

Die MA 36 hat ein Formular erstellt das auch als Vorlage für die Gastronomie herangezogen werden kann. Es findet sich ganz unten auf dieser Seite.

Auf jeden Fall muss das Konzept folgende Punkte beinhalten:

  • spezifische Hygienemaßnahmen
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen
    gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken 
  • Regelungen zur Steuerung der Personenströme und
  • Regulierung der Anzahl der Personen
  • Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen
  • Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests

Die neue Verordnung ist vorerst bis 22.07. 2021 gültig.

Disclaimer:

Dieser Leitfaden wurde nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Als rechtliche Grundlage ist dennoch immer die aktuelle Öffnungsverordnung heranzuziehen. Bei offenen Fragen könnt ihr euch jederzeit bei der Vienna Club Commission melden unter info@viennaclubcommission.at

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