Covid-19-Hilfsmaßnahmen und Förderungen

Wir geben euch hier eine Übersicht über Hilfsmaßnahmen und Förderungen, die ihr als Veranstalter*in, Betreiber*in oder Kunstschaffende beziehen könnt. (Update: 05.07.2021)

Inhalt

Hilfsmaßnahmen aufgrund der Covid-19-Pandemie

Wer: Jedes Unternehmen, das mindestens 40% Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 erleidet. 

Wofür: Ziel ist, mit dem Ausfallsbonus den Unternehmen finanzielle Planbarkeit bis zum Ende der Pandemie zu geben. Damit haben sowohl geschlossene Betriebe, als auch alle anderen schwer getroffenen Unternehmen ergänzend zu den bisherigen Hilfen auch weiterhin mehr Luft und mehr Liquidität.

Was: Der Ausfallsbonus beträgt 30% des Umsatzausfalls im Kalendermonat des Betrachtungszeitraums (einer der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021) und besteht:

  • zur Hälfte aus dem „Bonus“ und
  • zur Hälfte aus einem (optionalen) Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss € 800.000, („Vorschuss FKZ € 800.000“) der zeitnah und unbürokratisch die Liquidität der antragstellenden Unternehmen verbessern soll.

Jedes Unternehmen kann bei Erfüllen der allgemeinen Voraussetzungen – über FinanzOnline einen Ausfallsbonus bis zu € 60.000 (in den Monaten März und April bis zu € 80.000) für diesen Kalendermonat beantragen.

Wie: FinanzOnline

Wann: Der frühestmögliche Betrachtungszeitraum ist November 2020, der letztmögliche Betrachtungszeitraum ist Juni 2021. Der Bonus kann ab dem 16. des auf den Betrachtungszeitraum folgenden Kalendermonats bis zum 15. des auf den Betrachtungszeitraum drittfolgenden Kalendermonats beantragt werden.

Link: Ausfallsbonus

Wer: Kunst- und Kultureinrichtungen mit Sitz in Österreich und kontinuierlicher Tätigkeit.

Wofür: Das Förderprogramm unterstützt Institutionen bei der Wiederaufnahme und Fortführung ihrer kulturellen Aktivitäten und trägt zu deren Resilienz und Fortbestand bei. 

Was: Gefördert werden Investitionen in bauliche, technische und digitale Infrastruktur. Die nicht rückzahlbaren Zuschüsse ermöglichen technische Modernisierungen sowie Adaptierungen von Veranstaltungsräumen und dienen damit der nachhaltigen Verbesserung des künstlerisch-kulturellen Angebots.

Die Förderhöhe pro Institution beträgt max. € 150.000, wobei:

  • bei Investitionskosten bis € 50.000 max. 75% und
  • bei Investitionskosten ab € 50.001 max. 50% der Gesamtkosten gefördert werden.
  • Vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen können nur Nettokosten geltend machen.
  • Vor Antragstellung getätigte Ausgaben werden nicht anerkannt.

Wie: Online-Formular 

Wann: Einreichschluss ist am 01.08.2021

Link: Ausschreibung: Investitionen

Wer: Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Einzelunternehmen mit kontinuierlicher Tätigkeit und Sitz in Österreich.

Wofür: Die Pandemie und die damit einhergehende Phase eingeschränkten Kulturbetriebs stellen die Kunst- und Kulturbranche vor neue Herausforderungen, mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben bzw. in Dialog zu treten. Ziel dieser Ausschreibung ist die Förderung von Maßnahmen zur Bindung, Rückgewinnung und verstärkten Partizipation von bestehenden und neuen Publikumsschichten in allen Kunstsparten.

Was: Kosten für verstärkte und zusätzliche Aktivitäten sowie strategische Maßnahmen zur Gewinnung neuer Publikumsgruppen und/oder Weiterentwicklung und Bindung bestehender Communities, z.B. durch:

  • zielgruppenorientierte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Abonnement-Modelle und serielle Ticketangebote
  • Social-Media-Aktivitäten, erweiterte Webauftritte, Apps
  • (audiovisuelle) Werbe- und Marketingmaßnahmen

Wie: Online-Formular 

Wann: Einreichschluss ist am 15.07.2021

Link: Ausschreibung: Publikum

Wer: Gefördert werden Ein-Personen-Unternehmer*innen, Kleinstunternehmer*innen, freie Dienstnehmer*innen und Selbständige. Auch nicht gewerbliche Unternehmen, wie freie Berufe, werden gefördert (soweit Kleinstunternehmer*innen).

Wofür: Unterstützung der persönlichen Lebenshaltungskosten. 

Was: Die Förderung besteht in einer Abgeltung des Nettoeinkommensentgangs, eines Comeback-Bonus, sowie eines Zusatzbonus. Das maximale Ausmaß der Abgeltung des Nettoeinkommensentgangs pro Betrachtungszeitraum beträgt € 2.000 (daher insgesamt maximal € 30.000). Zusätzlich wird ein Comeback-Bonus in Höhe von € 500 sowie ein Zusatzbonus in Höhe von € 100 für den geförderten Betrachtungszeitraum gewährt. Der Comeback-Bonus beträgt damit bis zu € 7.500, der Zusatzbonus bis zu € 1.500 pro Person. Damit können Antragsberechtigte insgesamt bis zu € 39.000 aus dem Härtefall-Fonds erhalten.  Allfällige Nebeneinkünfte werden berücksichtigt. 

Wie: Online-Antrag bei der WKO

Wann: Es kann für bis zu 15 Monate aus dem Zeitraum Mitte März 2020 bis Mitte Juni 2021 Unterstützung beantragt werden. Seit 16.06. kann Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds für das 15. "Corona-Monat" (von 16.05. bis 15.06.) beantragt werden. Die Antragstellung ist für die Auszahlungsphase II bis zum 31.07.2021 möglich.

Link: WKO – Härtefallfonds

Wer: Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die durch die Corona-Krise im Zeitraum zwischen 16.09.2020 und 30.06.2021 Umsatzausfälle von mindestens 30 % haben unter der Voraussetzung, dass der Beihilfebetrag mindestens € 500 beträgt.

Wofür: Zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten von Unternehmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Covid-19 und den dadurch verursachten wirtschaftlichen Auswirkungen sollen die konkreten Fixkosten betroffener Unternehmen durch einen Fixkostenzuschuss anteilig gedeckt werden.

Was: In der zweiten Phase werden laut Angaben des Finanzministeriums Fixkosten ab 30% Umsatzrückgang beantragt werden und die Fixkosten können bei 100% Umsatzausfall auch zu 100% ersetzt werden. Im Gegenteil zum FKZ I wird der FKZ II linear berechnet – bei 50% Ausfall gibt es auch 50% Fixkostenzuschuss. Möglichkeit der Pauschalierung für Betriebe unter € 120.000 Vorjahresumsatz.

Der Betrachtungszeitraum beträgt zehn Monate – 16.09.2020 bis 30.06.2021. 

Um eine geordnete Abwicklung sicherzustellen, muss ein Lockdown-Umsatzersatz zeitlich immer vor dem Fixkostenzuschuss 800.000 beantragt werden.

Wie: Online-Antrag über FinanzOnline

Wann: Die erste Tranche (80% der Gesamtbeihilfe) kann ab 23.11.2020 bis 31.12.2021 beantragt werden. Die zweite Tranche kann ab 01.07.2021 beantragt werden.

Link: Fixkostenzuschuss 800.000 (FKK II)

Wer: Arbeitgeber*innen, die in einem Betrieb/ in Betrieben/ in Betriebsteilen mit einem Betriebsstandort in Österreich Kurzarbeit durchführen. Auch für Vereine möglich.

Wofür: Die Beschäftigung soll zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Zusammenhang mit Covid-19 gesichert werden, betriebsbedingte Kündigungen vermeiden, betriebliches Know How sichern und Flexibilität im Personaleinsatz bewahren.

Was: Der*Die Arbeitnehmer*in erhält während der Dauer der Kurzarbeit zumindest 75% vom vor der Kurzarbeit bezogenen Nettoentgelt, wenn das davor bezogene Bruttoentgelt bis zu € 1.700 beträgt, 70% bei einem Bruttoentgelt zwischen € 1.700 und € 2.685 Euro und 65% bei einem höheren Bruttoentgelt. Bei Lehrlingen beträgt das zu zahlende Entgelt 100% vom vor der Kurzarbeit bezogenen Bruttoentgelt. Der Arbeitszeitausfall darf im Normalfall nicht über 50 % der Normalarbeitszeit betragen. Bei besonders betroffenen Unternehmen kann der Arbeitszeitausfall auch bis zu 70 % betragen, in einzelnen Sonderfällen bis zu 90%. Das frühere Ende der Kurzarbeit (vor dem in der Sozialpartnervereinbarung fixierten Datum) ist dem Betriebsrat (wenn kein Betriebsrat vorhanden: dem*der einzelnen Arbeitnehmer*in) ebenso wie dem AMS und den zuständigen Sozialpartnern unverzüglich schriftlich bekanntzugeben.

Eine ausführliche Darstellung der Änderungen gegenüber der Phase III gibt es im Infoblatt „Änderungen in der Corona-Sozialpartnervereinbarung ab 1.04.2021“.

Wie: Antrag über das AMS

Wann: Einreichschluss ist am 30.06.2021

Tipp: Für besonders betroffene Unternehmen, das sind jene, die im Jahr 2019 und 2020 zur Umsatzsteuer veranlagt waren und im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2019 einen Umsatzrückgang von 50 % oder mehr haben, beträgt die Beihilfenhöhe weiterhin 100 %. Diese Sonderregelung ist bis 31.12.2021 befristet.

Wer: Non-Profit-Organisationen (NPOs)/ Vereine/ gemeinnützige Organisationen aus allen Lebensbereichen.

Wofür: NPOs erbringen für unsere Gesellschaft unverzichtbare Leistungen. Auch diese Organisationen sind von Covid-19 stark betroffen. Für NPOs die wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch Covid-19 erlitten haben.

Was: Gefördert werden 100% der förderbaren Kosten und der Struktursicherungsbeitrag, wobei der Zuschuss immer mit dem Einnahmenausfall begrenzt ist. Gefördert werden maximal 100% der Kosten für: Miete und Pacht, Wasser, Energie und Telekommunikation, Versicherungen und Lizenzkosten, Vorlaufkosten für abgesagte Veranstaltungen, Steuerberatungskosten, Zahlungsverpflichtungen, Zinsaufwendungen, verderbliche oder saisonale Ware, Personalkosten (BEinstG), Covid-19 bedingte Kosten.

Wie: Online-Antrag

Wann: Da zahlreiche Vereine nach wie vor unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise leiden, wird der NPO-Unterstützungsfonds um das erste und zweite Quartal 2021 verlängert.  Anträge für das erste Halbjahr 2021 können ab Juli gestellt werden, wobei für die beiden Quartale nur ein Antrag nötig sein wird. 

Link: NPO-Fonds

Wer: Künstler*innen sowie Kulturvermittler*innen, die nicht nach den Richtlinien des Härtefallfonds und der Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen anspruchsberechtigt sind.

Wofür: Ziel des KSVF's ist es, besondere Not- und Härtefälle für Künstler*innen sowie Kulturvermittler*innen abzufedern, die nicht nach den Richtlinien des Härtefallfonds (WKO) und der Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen (SVS) anspruchsberechtigt sind.

Was: Die Beihilfe für die Phase III kann wieder seit 01.05.2021 beantragt werden. Sie beträgt dann für den Zeitraum Jänner bis Juni 2021 insgesamt € 3.000.

Wenn die € 3.000 bereits bezogen wurden, ist eine nochmalige Antragstellung nicht möglich!

Wie: Online-Antrag beim KSVF

Wann: Einreichschluss ist am 30.06.2021 

Link: Künstlersozialversicherungsfonds

Wer: Selbstständig gemeldete Künstler*innen, die bei der SVS künstlerische Tätigkeiten angegeben haben. Antragsberechtigt sind Personen, die Kunst und Kultur schaffen, vermitteln, ausüben und/ oder lehren. NICHT BERECHTIGT sind Künstler*innen, die nicht bei der SVS gemeldet sind und/ oder Arbeitslosengeld beziehen. 

Wofür: Für selbstständige Künstler*innen, die durch Covid-19 in eine wirtschaftliche Notlage gerückt sind. Das bedeutet, dass die laufenden Kosten (Lebenshaltungs- und Betriebskosten) nicht mehr gedeckt werden können oder die Weiterführung der künstlerischen Tätigkeit gefährdet ist.

Was: Beihilfe von bis zu € 1.800 für das 3. Quartal 2021 in Form einer steuerbefreiten und nicht rückzahlbarer Einmalzahlung. Abgezogen werden Beiträge vom Härtefallfond. Der Maximalbetrag für 2020 waren € 10.000. 

Wie: Online-Antrag 

Wann: Nächste Einreichungen ab August 2021 möglich.

Link: Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen

Wer: Veranstalter*innen, die eine Veranstaltung zwischen 01.03.2021 und 31.12.2022 in Österreich planen, Mindesteinnahmen von € 15.000 oder, falls keine Einnahmen vorgesehen, mindestens € 15.000 Veranstaltungskosten und für diese das wirtschaftliche Risiko tragen. Alternativ können Veranstaltungs­agenturen und Eventplaner*innen unter bestimmten Voraussetzungen als Veranstalter*in die Förderung beantragen.

Wofür: Ziele dieser Förderung sind die Ermöglichung der Planung und Durchführung von Veranstaltungen trotz der Covid-19-Krise sowie die Stärkung der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.

Was: Ausgleich des finanziellen Nachteils, der aus einer Covid-19 bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung resultiert. Gefördert werden alle Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette eigene Personalkosten für die Planung und Durchführung der Veranstaltung. 

Wie: OEHT Kundenportal LogIn

Wann: Seit 18.01.2021

Link: Schutzschirm für Veranstaltungen

Wer: Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die durch die Covid-19-Krise im Zeitraum zwischen 16.09.2020 und 30.06.2021 Umsatzausfälle von mindestens 30% haben, unter der Voraussetzung, dass der Beihilfebetrag mindestens 500 € beträgt. Der Antrag muss durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter eingebracht werden.

Wofür: Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten durch Verlust-Kompensation.

Was: Verlust, den die Clubs in den maßgeblichen Betrachtungszeiträumen erleidet haben. Der Verlust ist die Differenz zwischen den Erträgen und den damit unmittelbar und mittelbar zusammenhängenden Aufwendungen des Unternehmens. 

Die Höhe des Verlustersatzes entspricht 70% der Bemessungsgrundlage. Bei Klein- oder Kleinstunternehmen erhöht sich die Ersatzrate auf 90% der Bemessungsgrundlage. Der Verlustersatz ist in beiden Fällen pro Unternehmen betragsmäßig mit 10 Mio. € begrenzt. Die Schätzung des Verlusts im Rahmen der Prognoserechnung für die erste Tranche kann in pauschalierter Form auf Basis der Vorjahresdaten erfolgen.

Wie: Online-Antrag über FinanzOnline. Bei Beantragung der Tranche II sind die Höhe des Umsatzausfalls sowie der Verluste durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter mittels einer gutachterlichen Stellungnahme bis 31.12.2021 zu bestätigen (Endabrechnung) und der Antrag ist von diesem einzubringen.

Wann: Die erste Tranche kann seit 16.12.2020 bis spätestens 30.06.2021 beantragt werden.
Die zweite Tranche kann ab 01.07.2021 bis spätestens 31.12.2021 beantragt werden.
Der gesamte noch nicht ausbezahlte Verlustersatz kommt dann zur Auszahlung. Es sind gegebenenfalls notwendige Korrekturen zur ersten Tranche vorzunehmen. 

Links: Verlustersatz

Wer: Alle Branchen, deren Betriebsstätten aufgrund der Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung (Covid-19-SchuMaV) nicht betreten werden dürfen und daher geschlossen sind.

Wofür: Die AKM stellt selbsttätig alle betroffenen Lizenzverträge mit Beginn der Schließung (03.11.2020) ruhend (dies entspricht einer Aussetzung des AKM-Lizenzvertrages), ohne dass eine Meldung durch den Betrieb an die AKM notwendig ist. Für den Zeitraum der verordneten Schließung fällt kein AKM-Lizenzentgelt an!

Was: Erlass der gesamten AKM-Gebühren im Zeitraum der behördlichen Schließung ab 03.11.2020.

Wie: AKM-Lizenzentgelte, die im Voraus verrechnet und von betroffenen Betrieben für den Zeitraum der verordnenden Schließung bereits bezahlt wurden, werden durch die AKM automatisch als Gutschrift bei der nächsten Rechnung berücksichtigt. Hierfür ist seitens der Kunden nichts weiter zu veranlassen, außer den Zugang der Gutschrift auf der nächsten Rechnung zu kontrollieren.

Solltet ihr euch entscheiden euren Betrieb über den Zeitraum der gesetzlich verordneten Schließung hinaus weiter geschlossen zu halten, wendet euch bitte zeitnah direkt an eure AKM-Geschäftsstelle bzw. AKM-Ansprechpartner*in, damit der AKM-Lizenzvertrag eures Betriebes weiter ruhend gestellt wird, und somit auch weiterhin keine Zahlungsverpflichtungen aufgrund eines laufenden AKM-Lizenzvertrages für euch entstehen.

Wann: Gutschrift erfolgt automatisch bei der nächsten AKM-Rechnung.

Link: Erlass der AKM-Gebühren

Wer: Gastronomie- und Kulturbranche - auch gemeinnützige Vereine, sofern diese nicht steuerbefreit sind. 

Was: Zur Unterstützung der Gastronomie und Kulturbranche, die von der Covid-19-Krise in einem besonderen Ausmaß betroffen sind, wurde die Umsatzsteuer auf 5% gesenkt. 

Umfasst sind von der Steuersenkung u.a.: 

  • die Verabreichung von Speisen und den Ausschank von Getränken (alkoholische und nichtalkoholische Getränke)
  • die Musik- und Gesangsaufführungen durch Einzelpersonen oder durch Personenzusammenschlüsse. Das Gleiche gilt sinngemäß für Veranstaltungen derartiger Musik- und Gesangsaufführungen durch andere Unternehmer*innen.
  • Umsätze aus der Tätigkeit als Künstler*in

Für die Frage welcher Steuersatz zur Anwendung kommt, ist der Zeitpunkt der Leistungserbringung entscheidend. Bereits ausgestellte Rechnungen können entsprechend dem im Leistungszeitpunkt geltenden Steuersatz auf den Steuersatz iHv 5% berichtigt werden.

Wie: Ob die Umsatzsteuersenkung an die Konsument*innen / Auftraggeber*innen weitergegeben wird, liegt im eigenen Ermessen.

Wann: Diese Maßnahme gilt seit dem 01.07.2020 bis einschließlich 31.12.2021

Link: FAQ – Ermäßigter Steuersatz Gastronomie, Beherbergung, Kultur und Publikationen | FAQs des Finanzministeriums zu Auswirkungen der reduzierten USt auf Registrierkassen

Wer: Kunst- und Kulturinstitutionen mit eigener Rechtspersönlichkeit sowie natürliche Personen (Kunst- und Kulturbereich).

Wofür: Neue Medien und Technologien ermöglichen neue künstlerische Formate und das Überschreiten von Grenzen der bisher klassischen Kunst- und Kultursparten. Dies betrifft die Digitalisierung in den Bereichen der Produktion, der Kommunikation und der Vermittlung. Österreichische Kunst- und Kulturinstitutionen und Kunstschaffende sollen dabei unterstützt werden, die technologischen Innovationen weiter zu entwickeln, verstärkt zu nutzen und künstlerisch zu reflektieren.

Was: Der "Call 2021" soll digitale Vorhaben fördern, relevante Themen aufgreifen sowie neue Formate der künstlerischen Produktion, der Kommunikation und der Wissens- und Kulturvermittlung mit den Rezipient*innen in den Mittelpunkt stellen. Die Bandbreite umfasst Kunst- und Kulturprojekte, digitale Strategien, künstliche Intelligenz, Apps, Games, digitale Plattformen und interaktive Webseiten, Virtual- und Augmented Reality etc.

Der Start der eingereichten Vorhaben muss im vierten Quartal 2021 erfolgen. Die Projektlaufzeit endet mit 31. Dezember 2022.

Das Gesamtvolumen beträgt 500.000 Euro. Davon kommen € 250.000 von der Kulturabteilung und € 250.000 vom BMKÖS. Die ausgewählten Projekte werden zu 50% von der Kulturabteilung und zu 50% vom BMKÖS gefördert.

Wie: Online-Formular 

Wann: Einreichschluss ist am 31.07.2021

Link: Kunst und Kultur im digitalen Raum – Call 2021

Förderungen der Stadt Wien

Wer: Vereine, Unternehmen, Künstler*innen, kunstschaffende Selbstständige sowie kunstschaffende natürliche Personen. Gefördert werden Musikinstitutionen, Ensembles, Orchester, Chöre und Projekte wie Konzertveranstaltungen und Festivals auf hohem künstlerischen Niveau. NICHT gefördert werden unter anderem kommerzielle Veranstaltungen.

In den letzten Jahren wurden Veranstaltungen gefördert, wie z.B. Basstrace, Chelsea, czirp czirp, Das Werk, Fluc + Fluc Wanne, Hyperreality, Rhiz, RRRIOT, Sounds Queer?, Struma+Iodine, Viennese Soulfood und Waves Vienna. Alle geförderten Projekte findet ihr hier.

Wofür: Seit 2018 legt die Stadt Wien Kultur verstärkten Fokus auf die Clubkultur und möchte diese weiter unterstützen. 

Was: Einzelförderungen, Gesamtförderungen über ein oder mehrere Jahre. Einzelvorhaben im Rahmen der Einzelförderung, Jahrestätigkeiten im Rahmen einer Gesamtförderung. Eine Gesamtförderung kann für ein Jahr oder nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachreferat für mehrere Jahre vergeben werden. Mehrjahresförderungen erhalten in der Regel aber nur Institutionen, die glaubhaft derart umfangreiche Projekte abwickeln können.

Wie: Online-Antrag über die Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7

Wann: Einreichschluss ist am 15.10.2021 für Gesamtförderungen des Folgejahres und Einzelförderungen des ersten Halbjahres.

Links: MA 7 - Musik Förderungsantrag

Förderungen des Bundes

Bei Förderungen des Bundes ist zu beachten, dass diese „nur subsidiär zu den Leistungen der regionalen Gebietskörperschaften“ bewilligt werden. Dies bedeutet, dass andere Gebietskörperschaften wie Bundesländer, Städte etc. ebenfalls Förderungen auszahlen müssen, um für Förderungen des Bundes infrage zu kommen. Die Zusagen der regionalen Fördergeber müssen bei der Antragstellung noch nicht vorgelegt werden, sondern können nachgereicht werden.

Wer: Vereine, kunstschaffende Selbstständige sowie kunstschaffende natürliche Personen. Förderung von österreichischen Konzertveranstalter*innen, die auf eine mehrjährige kontinuierliche Tätigkeit verweisen können.

Was: Teilfinanzierung des künstlerischen Programms.

Wie: Online-Antrag sowie postalisch über das Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport.

Wann: Einreichschluss ist am 31.10.2021 für Programme des Folgejahres.

Links: BMKÖS – Jahresprogammförderung 

Wer: Vereine, kunstschaffende Selbstständige sowie kunstschaffende natürliche Personen. Förderung von österreichischen Konzertveranstalter*innen, Orchestern, Musikensembles und Musiktheatern.

Was: Teilfinanzierung des künstlerischen Programms.

Wie: Online-Antrag sowie postalisch über das Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport. 

Wann: Einreichschluss ist am 31.10.2021 für Projekte im nächsten Kalenderjahr.

Link: BMKÖS – Projektkostenzuschuss

Förderungen der Bundesländer

Die Förderangebote der Bundesländer sind sehr unterschiedlich, meist werden Konzerttätigkeiten gefördert, teilweise auch Tonträgerproduktionen. Auf Gemeindeebene sind die Aussichten auf Unterstützung oftmals noch vielversprechender, gerade in kleineren Gemeinden ist die Anzahl der Mitbewerber*innen gering, die seltenen Möglichkeiten der Gemeinden, sich mit kulturellen Vorhaben zu schmücken, werden daher gerne genutzt.

Link: Informationen zu Förderungen der Bundesländer

Förderüberblick der Wirtschaftskammer

Dieses Service der Wirtschaftskammern Österreichs bietet Unternehmen eine Übersicht der österreichischen Wirtschaftsförderungen.

Nutzt die allgemeinen Informationen und Praxistipps zu Förderungen und beachtet (mit wenigen Ausnahmen) die Goldene Förderregel: Förderungsanträge müssen unbedingt vor Projektbeginn bei der Förderungsstelle eingereicht werden. 

Bei konkreten Projekten und allgemeinen Anfragen wenden euch bitte direkt an die Förderexpert*innen der Wirtschaftskammern.

Förderungen International

Creative Europe ist das Programm der Europäischen Union für den europäischen Kultur- und Kreativsektor für die Laufzeit 2021 bis 2027. 

Das neue EU-Programm beinhaltet die bereits etablierten Förderschienen für die europäische kulturelle Zusammenarbeit (Sub-Programm Kultur) sowie für die Entwicklung, Verbreitung und Promotion europäischer Filme (Sub-Programm Media) und soll durch zusätzliche Schwerpunkte ergänzt werden. Diese betreffen die Mobilität von Kulturschaffenden, Musikwirtschaft, Qualitätsjournalismus, Medienkompetenz sowie innovative Ansätze in allen Kultursparten. Die Fördervergabe erfolgt über spezifische Ausschreibungen in den jeweiligen Programmbereichen, die in Jahresprogrammen konkretisiert werden. Ein weiterer wichtiger Programmbestandteil ist die kulturpolitische Zusammenarbeit, die EU-ExpertInnengruppen, Peer Learning, Studien und Veranstaltungen umfasst.
 
Creative Europe Desk Austria ist die österreichische Kontaktstelle, die umfassende Informations- und Beratungsangebote anbietet. Die Gesamtkoordinierung und Betreuung des Kultur-Programms erfolgt durch die Abteilung für Europäische und internationale Kulturpolitik im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Teile die Informationen zu Förderungen und Covid-19-Hilfsmaßnahmen gerne, damit Kolleg*innen davon erfahren und möglichst vielen dadurch geholfen wird. Wenn du Fragen oder Wünsche hast, wende dich an: info@viennaclubcommission.at

Newsletter

All Clubs
Are Beautiful
Newsletter Archiv