Förderungen und Covid-19-Hilfsmaßnahmen

Wir geben euch hier eine Übersicht über Förderungen, die ihr als Veranstalter*in, Betreiber*in oder Kunstschaffende beziehen könnt.

Förderungen der Stadt Wien

Wer: Vereine, Unternehmen, Künstler*innen, kunstschaffende Selbstständige sowie kunstschaffende natürliche Personen. Gefördert werden Musikinstitutionen, Ensembles, Orchester, Chöre und Projekte wie Konzertveranstaltungen und Festivals auf hohem künstlerischen Niveau. NICHT gefördert werden unter anderem kommerzielle Veranstaltungen.

In den letzten Jahren wurden Veranstaltungen gefördert, wie z.B. Basstrace, Chelsea, czirp czirp, Das Werk, Fluc + Fluc Wanne, Hyperreality, Rhiz, RRRIOT, Sounds Queer?, Struma+Iodine, Viennese Soulfood und Waves Vienna. Alle geförderten Projekte findet ihr hier.

Wofür: Seit 2018 legt die Stadt Wien Kultur verstärkten Fokus auf die Clubkultur und möchte diese weiter unterstützen. 

Was: Einzelförderungen, Gesamtförderungen über ein oder mehrere Jahre. Einzelvorhaben im Rahmen der Einzelförderung, Jahrestätigkeiten im Rahmen einer Gesamtförderung. Eine Gesamtförderung kann für 1 Jahr oder nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachreferat für mehrere Jahre vergeben werden. Mehrjahresförderungen erhalten in der Regel aber nur Institutionen, die glaubhaft derart umfangreiche Projekte abwickeln können.

Wie: Online-Antrag über die Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7

Wann: Nächster Einreichschluss ist am 15.04.2021 für Einzelförderungen des 2. Halbjahres 2021

Links: MA 7 - Musik Förderungsantrag

Wer: Vereine und Unternehmen. Gefördert werden Wiener Clubs.

Wofür: Um die Musik-Clubkultur in Wien während der andauernden Corona-Krise zu unterstützen, wird es ab 15.11.2020 eine neue Förderung geben.

Was: Einzelförderungen. Gefördert werden die Konzeption und Durchführung von Covid-19-kompatiblen Programmen, Projekten oder Veranstaltungen. Die Entscheidung über eine Förderung wird von einer Jury getroffen, die nach einem noch näher zu definierenden Kriterienkatalog ihre Auswahl nach dem Wettbewerbsprinzip trifft. Die maximale Fördersumme beträgt € 30.000 pro Projekt.

Wie: Online-Antrag über die Wirtschaftsagentur.

Wann: Einreichstart ist am 15.11.2020

Link: Förderwettbewerb "Clubkultur Wien"

Förderungen des Bundes

Bei Förderungen des Bundes ist zu beachten, dass diese „nur subsidiär zu den Leistungen der regionalen Gebietskörperschaften“ bewilligt werden. Dies bedeutet, dass andere Gebietskörperschaften wie Bundesländer, Städte etc. ebenfalls Förderungen auszahlen müssen, um für Förderungen des Bundes infrage zu kommen. Die Zusagen der regionalen Fördergeber müssen bei der Antragstellung noch nicht vorgelegt werden, sondern können nachgereicht werden.

Wer: Vereine, kunstschaffende Selbstständige sowie kunstschaffende natürliche Personen. Förderung von österreichischen Konzertveranstalter*innen, die auf eine mehrjährige kontinuierliche Tätigkeit verweisen können.

Was: Teilfinanzierung des künstlerischen Programms.

Wie: Online-Antrag sowie postalisch über das Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport.

Wann: Nächster Einreichschluss ist am 31. Oktober für Programme des Folgejahres.

Links: BMKÖS – Jahresprogammförderung 

Wer: Vereine, kunstschaffende Selbstständige sowie kunstschaffende natürliche Personen. Förderung von österreichischen Konzertveranstalter*innen, Orchestern, Musikensembles und Musiktheatern

Was: Teilfinanzierung des künstlerischen Programms.

Wie: Online-Antrag sowie postalisch über das Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport. 

Wann: Der nächste Einreichschluss ist am 30. April 2021 für Projekte des zweiten Halbjahres 2021.

Link: BMKÖS – Projektkostenzuschuss

Wer: Theater und Konzerthäuser in Österreich, die kontinuierlich vom Bund Förderungen erhalten, haben die Möglichkeit um Investitionsförderung anzusuchen.

Was: Teilfinanzierung für Neubau, Ausstattung und Renovierung.

Wie: Förderungsantrag und Beilagen gemäß Rücksprache mit Abteilung IV/2 (BMKÖS).

Wann: Nicht eingeschränkt

Link: BMKÖS – Investitionsförderung

Förderungen der Bundesländer

Die Förderangebote der Bundesländer sind sehr unterschiedlich, meist werden Konzerttätigkeiten gefördert, teilweise auch Tonträgerproduktionen. Auf Gemeindeebene sind die Aussichten auf Unterstützung oftmals noch vielversprechender, gerade in kleineren Gemeinden ist die Anzahl der Mitbewerber*innen gering, die seltenen Möglichkeiten der Gemeinden, sich mit kulturellen Vorhaben zu schmücken, werden daher gerne genutzt.

Link: Informationen zu Förderungen der Bundesländer

Updates für Hilfsmaßnahmen aufgrund der Covid-19-Pandemie

Wer: Gefördert werden Ein-Personen-Unternehmer*innen, Kleinstunternehmer*innen, freie Dienstnehmer*innen und Selbständige. Auch nicht gewerbliche Unternehmen, wie freie Berufe, werden gefördert (soweit Kleinstunternehmer*innen).

Wofür: Unterstützung der persönlichen Lebenshaltungskosten. 

Was: Die Förderung besteht in einer Abgeltung des Nettoeinkommensentgangs sowie eines Comeback-Bonus. Das maximale Ausmaß der Abgeltung des Nettoeinkommensentgangs pro Betrachtungszeitraum beträgt € 2.500 (daher insgesamt maximal € 30.000), mindestens jedoch € 1.000, wenn die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Allfällige Nebeneinkünfte werden berücksichtigt. 

Wie: Online-Antrag bei der WKO. Hier hast du alle Infos.

Wann: Es kann für bis zu 12 Monate aus dem Zeitraum Mitte März 2020 bis Mitte März 2021 Unterstützung beantragt werden. Seit dem 16.03.2021 bis 30.04.2021 kann für den Zeitraum 16.02.2021 bis 15.03.2020 eingereicht werden.

Link: WKO – Härtefallfonds

Wer: Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte und mit wesentlicher operativer Tätigkeit in Österreich.

Wofür: zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten von Unternehmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung von COVID-19 und den dadurch verursachten wirtschaftlichen Auswirkungen sollen die konkreten Fixkosten betroffener Unternehmen durch einen Fixkostenzuschuss anteilig gedeckt werden.

Was: In der zweiten Phase werden laut Angaben des Finanzministeriums Fixkosten ab 30% Umsatzrückgang beantragt werden und die Fixkosten können bei 100% Umsatzausfall auch zu 100% ersetzt werden. Im Gegenteil zum FKZ I wird der FKZ II linear berechnet – bei 55% Ausfall gibt es auch 55% Fixkostenzuschuss. Möglichkeit der Pauschalierung für Betriebe unter € 120.000 Vorjahresumsatz.

Der Betrachtungszeitraum beträgt 10 Monate – 16.09.2020 bis 20.06.2021. 

WICHTIG: Der Lockdown-Umsatzersatz von 80% im November sowie die 50% im Dezember müssen vor dem FKZ II angefragt werden. Diese werden auch bei der Berechnung vom FKZ II abgezogen.

Wie: Online-Antrag über FinanzOnline

Wann:  Die erste Tranche (80% der Gesamtbeihilfe) kann ab 23.11.2020 bis 31.12.2021 beantragt werden. Die zweite Tranche kann ab 1.07.2021 beantragt werden.

Link: Fixkostenzuschuss

Wer: Arbeitgeber*innen, die in einem Betrieb/ in Betrieben/ in Betriebsteilen mit einem Betriebsstandort in Österreich Kurzarbeit durchführen. Auch für Vereine möglich.

Wofür: Die Beschäftigung soll zur Bewältigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Zusammenhang mit COVID-19 gesichert werden, betriebsbedingte Kündigungen vermeiden, betriebliches Know How sichern und Flexibilität im Personaleinsatz bewahren.

Was: Der/ Die Arbeitnehmer*in erhält während der Dauer der Kurzarbeit zumindest 90% vom vor der Kurzarbeit bezogenen Nettoentgelt, wenn das davor bezogene Bruttoentgelt bis zu € 1.700 beträgt, 85% bei einem Bruttoentgelt zwischen € 1.700 und € 2.685 Euro und 80% bei einem höheren Bruttoentgelt.

Eine ausführliche Darstellung der Änderungen gegenüber der Phase III gibt es im Infoblatt „Änderungen in der Corona-Sozialpartnervereinbarung ab 1.04.2021“.

Wie: Antrag über das AMS.

Wann: ab 01.04.2021 bis 30.06.2021

Tipp: Der / Die Arbeitgeber*in kann eine höhere Reduktion beantragen, muss sie allerdings auf dem Beiblatt 2 zur Sozialpartnervereinbarung begründen. Als Clubbetrieb ist das leicht zu begründen: keine Steh-Veranstaltungen möglich; nur 10 bis 20 % des Lokals können für gastronomische Zwecke verwendet werden; Veranstaltungen wurden – bis auf Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit jeweils einem Meter Abstand – alle abgesagt.

Wer: Non-Profit-Organisationen (NPOs)/ Vereine/ gemeinnützige Organisationen aus allen Lebensbereichen.

Wofür: NPOs erbringen für unsere Gesellschaft unverzichtbare Leistungen. Auch diese Organisationen sind von COVID-19 stark betroffen. Für NPOs die wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch Covid-19 erlitten haben.

Was: einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Der Zuschuss ist die Summe aus förderbaren Kosten und Struktursicherungsbeitrag, wenn diese Summe € 3.000 nicht übersteigt.

Wie: Online-Antrag.

Wann: bis 15.05.2021 für 4. Quartal 2020 

Link: NPO-Fonds

Wer: Künstler*innen sowie Kulturvermittler*innen, die nicht nach den Richtlinien des Härtefallfonds und der Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen anspruchsberechtigt sind.

Wofür: Ziel der Phase II ist es, besondere Not- und Härtefälle für Künstler*innen sowie Kulturvermittler*innen abzufedern, die nicht nach den Richtlinien des Härtefallfonds (WKO) und der Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen (SVS) anspruchsberechtigt sind.

Was: Einmalige Beihilfe in Höhe von bis zu € 1.500. Die voraussichtlichen gesamten in- und ausländischen Einkünfte im Kalenderjahr 2020 dürfen das 65-fache der ASVG-Geringfügigkeitsgrenze (€ 30.930,90) dabei nicht überschreiten.

Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Situation wird allfällig vorhandenes Vermögen und/oder Kontoguthaben nicht herangezogen. Für die Beihilfe der Phase 3 ist jedenfalls ein Antrag erforderlich, auch dann, wenn bereits eine Beihilfe aus Phase 1 und oder Phase 2 bezogen wurde. Für Studierende wird auch eine studentische Selbstversicherung vom Härtefallfonds anerkannt.

Wie: Online-Antrag beim KSVF.

Wann: Seit 15. Jänner 2021 

Link: Künstlersozialversicherungsfonds

Wer: selbstständig gemeldete Künstler*innen, die bei der SVS künstlerische Tätigkeiten angegeben haben. Antragsberechtigt sind Personen, die Kunst und Kultur schaffen, vermitteln, ausüben und/ oder lehren. NICHT BERECHTIGT sind Künstler*innen, die nicht bei der SVS gemeldet sind und/ oder Arbeitslosengeld beziehen. 

Wofür: für selbstständige Künstler*innen, die durch Covid-19 in eine wirtschaftliche Notlage gerückt sind.  Das bedeutet, dass die laufenden Kosten (Lebenshaltungs- und Betriebskosten) nicht mehr gedeckt werden können oder die Weiterführung der künstlerischen Tätigkeit gefährdet ist.

Was: Beihilfe von bis zu € 3.000 für 2021 in Form einer steuerbefreiten und nicht rückzahlbarer Einmalzahlung. Abgezogen werden Beiträge vom Härtefallfond. Der Maximalbetrag für 2020 waren € 10.000. Der Erhöhungsantrag von € 6.000 auf € 10.000 kann noch bis 30.06.2021 gestellt werden.

Wie: Online-Antrag bei der SVS

Wann: bis 30.06.2021 

Link: Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen

Wer: Unternehmen und Vereine, die umsatzsteuerpflichtig sind und im November 2020 keine Umsätze erzielen können. Gemeinnützige Organisationen, die von der Umsatzsteuer befreit sind, sollen angeblich zeitnah die Möglichkeit bekommen, einzureichen.

Wofür: um den finanziellen Schaden von Unternehmen und Vereinen durch den Lockdown im November 2020 zu mindern.

Was: 80% vom Umsatz im November 2019 bis zu einer Maximalsumme von € 800.000. Unternehmen oder Vereine, die im November 2019 keine Umsätze erzielen konnten oder erst danach gegründet wurden, haben Anspruch auf den Mindestsatz von € 2.300.

Wie: über FinanzOnline. 

Wann: bis 15.12.2020 | Abgelaufen seit dem 20.01.2021 

Link: FinanzOnline Login

Wer: Veranstaltungen, die zwischen 01.03.2021 und 31.12.2022 stattfinden. Veranstalter, die das wirtschaftliche Risiko der Veranstaltung tragen, unabhängig von Rechtsform, Sitz und Größe. Mindesteinnahmen von € 15.000 oder, falls keine Einnahmen vorgesehen, mindestens € 15.000 Veranstaltungskosten.

Wofür: um den finanziellen Schaden von geplanten Veranstaltungen durch kurzfristige rechtliche Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 zu reduzieren.

Was: alle Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette und eigene Personalkosten für die Planung und Durchführung der Veranstaltung.

Wie: über OEHT Kundenportal LogIn

Wann: Seit dem 18.01.2021

Link: Schutzschirm für Veranstaltungen

Wer: Jedes Unternehmen, das mindestens 40 Prozent Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 erleidet. 

Wofür: Ziel ist, mit dem Ausfallsbonus den Unternehmen finanzielle Planbarkeit bis zum Ende der Pandemie zu geben. Damit geben wir sowohl den geschlossenen Betrieben, als auch allen anderen schwer getroffenen Unternehmen ergänzend zu den bisherigen Hilfen auch weiterhin mehr Luft und mehr Liquidität.

Was: Der Ausfallsbonus beträgt 30 Prozent des Umsatzausfalls im Kalendermonat des Betrachtungszeitraums (einer der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021) und besteht:

  • zur Hälfte aus dem „Bonus“ und
  • zur Hälfte aus einem (optionalen) Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss 800.000, („Vorschuss FKZ 800.000“) der zeitnah und unbürokratisch die Liquidität der antragstellenden Unternehmen verbessern soll.

Wie: über FinanzOnline

Wann: Der Bonus kann ab dem 16. des auf den Betrachtungszeitraum folgenden Kalendermonats bis zum 15. des auf den Betrachtungszeitraum drittfolgenden Kalendermonats beantragt werden.

Link: Informationen zum Ausfallbonus

Teile die Informationen zu Förderungen und Covid-19-Hilfsmaß´nahmen gerne, damit Kolleg*innen davon erfahren und möglichst vielen dadurch geholfen wird. Wenn du Fragen oder Wünsche hast, wende dich an: info@viennaclubcommission.at

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