Jahresbericht 2020

Das Pilotprojekt Vienna Club Commission startete in ein äußerst turbulentes Jahr. Details zu allen Projekten können im Jahresbericht 2020 ausführlich nachgelesen werden.

Inhalt

Zahlen, Daten, Fakten

Contact Tracing

  • 63 Persönliche Termine bis zum Lockdown
  • 23 Treffen mit Bezirksvorstehungen
  • 28 Treffen mit Behörden
  • 11 Fokusgruppen mit der Szene
  • 11 Vernetzungstreffen der Vienna Club Commission für die Szene und Interessierte
  • 04 Zoom-Vernetzungstreffen
  • 205 Teilnehmer*innen bei Vernetzungstreffen und Fokusgruppen 
  • 102 Beratungen
  • 364 Kontakte mit Musikspielstätten nur über den VCC Radar
  • 1006 Kontakte im Customer Relationship Management

Paper Tracing

  • 05 Berichte zu
  • 33 Servicestellen national und international mit
  • 245 Berichtsseiten
  • 21 Infos an Mitglieder der Stadtregierung und -verwaltung
  • 13 Blog-Einträge
  • 26 Newsletter
  • 175 Visitenkarten verteilt
  • 6216 Mails verschickt

Publicity Tracing

  • 14.800 Größte Reichweite eines Facebook-Posts
  • 146.900 Größte Zuseherzahl bei United We Stream
  • 16 Streams von clubkulturellem Programm
  • 127 Presseberichte Print
  • 50 Presseberichte TV & Radio
  • 04 Präsentationen der Vienna Club Commission auf internationalen Konferenzen

Executive Summary

Der Startschuss für das Pilotprojekt Vienna Club Commission erfolgte durch einen einstimmigen Beschluss der Förderung für ein Jahr im Dezember 2019 im Wiener Gemeinderat.

Dass es dazu kam, ist vielen aktiven Menschen zu verdanken, allen voran verschiedenen Zusammenschlüssen der Szene selbst, den damals regierenden Parteien SPÖ Wien und Grüne Wien, aber auch den Neos Wien, der Initiative N8BM, der WKO Wien, einem durch die Kulturabteilung geförderten Forschungsbericht und schließlich einem Förderantrag durch mica - music austria.

Planung und Covid-19-Situation

Das Projekt war zweiteilig geplant. Zunächst sollten im ersten halben Jahr Erhebungen durchgeführt werden, um möglichst konkret eine an die Wiener Situation angepasste Organisation entwickeln zu können. Danach sollte ein Pilotbetrieb auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse folgen.

Durch Covid-19 änderten sich die Rahmenbedingungen schlagartig. So mussten einige dieser Erhebungen und Termine - in Bezirken, Bedarf der Clubszene, Wiener Servicestellen im Veranstaltungsbereich, internationale Servicestellen - um mehrere Wochen bzw. Monate verschoben werden. Vorrangig war nun, die Politik und Öffentlichkeit auf die existenzbedrohende Situation von Veranstalter*innen und Clubbetreiber*innen aufmerksam zu machen.

So vermittelte das Team der Vienna Club Commission über viele Wochen hinweg in direkten Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium die spezifischen Problemlagen der Clubszene, um Verständnis für erforderliche Maßnahmen zu generieren. Die enorme Medienpräsenz des Pilotprojekts trug dazu bei, dass diese Situation von Clubs und Veranstalter*innen in der Öffentlichkeit sehr präsent war.

Auch die Stadt Wien hat mit einer 3-Millionen-Euro-Förderung von Clubkultur auf die dramatische Situation reagiert.

Inhalte: Berichte und Erhebungen

Das Kernstück der Befragungen ist die Bedarfserhebung. Sie zeigt die wirtschaftliche Situation und Erfahrung sowie Problemlagen von Veranstalter*innen und Clubbetreiber*innen und bildet deren Erfahrungen mit Servicestellen und Behörden sowie ihre Erwartungen an die zukünftige Vienna Club Commission ab.

Bereits bestehende Angebote von 23 Servicestellen und Behörden an Veranstalter*innen und Clubbetreiber*innen wurden ausgelotet, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und Kooperationsmöglichkeiten abzufragen.

Auch die Bezirksvorsteher*innen und die Vorsitzenden der Kulturkommissionen wurden als wichtige Stakeholder nach ihren Erfahrungen, ihrer Einschätzung und ihren Erwartungen an eine Servicestelle für Clubkultur befragt.

Um einen Vergleich mit ähnlichen Organisationen zu haben, wurde eine Befragung unter 10 internationalen Stellen für Clubkultur in 8 Städten durchgeführt.

Inhalte: Businessplan, Know How

Ein Businessplan für eine künftige Vienna Club Commission wurde bereits im Mai 2020 in einer ersten Version fertiggestellt.

Das Pilotprojekt hat zudem einzigartige Services und Know How erarbeitet, die allen Musikspielstätten und Veranstalter*innen zu Gute kommen. Spezifische Workshops ergänzen das bereits vorhandene Angebot in der Stadt. So hilft ein intuitives Online-Tool – der „VCC Radar“ - den Veranstalter*innen passende Orte für ihre Veranstaltung zu finden. Er bildet auch den Ausgangspunkt für einen zukünftigen Clubkataster, der sicherstellen soll, dass Immobilienentwickler*innen ihre Planung auf vorhandene kulturelle Orte abstellen können.

Zudem unterstützt ein umfangreiches Praxiswissen die Szene dabei, im Einklang mit ihrer Umgebung zu veranstalten. Eine Toolbox mit bereits bestehenden Leitfäden wurde durch eigene Arbeiten ergänzt, die sich an den erhobenen Bedürfnissen orientieren, etwa zur Anrainer*innen-Mediation, zum neuen Veranstaltungsgesetz, zu Open Airs und zu Sponsoring.

Inhalte: Austausch mit Politik und Verwaltung

Politik und Verwaltung - Vertreter*innen des Büros der Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft, des Kulturausschusses (SPÖ Wien, bis November 2020 Grüne Wien, ab November 2020 Neos Wien) sowie der Kulturabteilung der Stadt Wien - wurden über die Projektfortschritte und die Ergebnisse der Erhebungen laufend informiert.

Die Vienna Club Commission wurde schließlich im Herbst 2020 von der SPÖ Wien und den Neos Wien im Regierungsprogramm festgeschrieben:

„Die Clubkultur ist eine Säule des Musikschaffens dieser Stadt, die weit in den internatio- nalen Raum strahlt und Wien für ein junges Publikum attraktiv macht. Eine unabhängige Vienna Club Commission unterstützt die Wiener Clubkultur, indem sie als Vermittlerin zwischen Clubs, Veranstalter*innen, Verwaltung und Anrainer*innen agiert. Als Kom- petenzstelle stellt sie ihr Wissen zur Verfügung und trägt zu einer vitalen und vielfältigen Clubkultur bei, die als Teil des Wiener Kulturlebens geschätzt wird. (...)“

Clubkultur lebt nicht zuletzt von den Menschen, die sie gestalten. Dass verschiedene Stakeholder miteinander ins Gespräch kommen, dass zwischen Interessen vermittelt werden kann, ist vielleicht der größte Schritt, den das Pilotprojekt gemacht hat.

Und ein großes Danke

Wir möchten den Politiker*innen der Stadt, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, der Stadtverwaltung, allen Organisationen, die sich an den Erhebungen beteiligt haben, und insbesondere der Clubszene, die trotz schwierigster Zeiten an der Entwicklung dieses Projekts mitgearbeitet hat, unseren Dank aussprechen. Sie alle haben wichtige Beiträge zur Entwicklung dieses Projekts geleistet.Die Offenheit und Gesprächsbereitschaft, auf die wir getroffen sind, ist nicht selbstverständlich. Es war uns eine große Ehre und Freude.

Ich möchte als geschäftsführende Direktorin insbesondere dem Team danken, das mit unermüdlichem Einsatz und Flexibilität auch die Covid-19-Situation gemeistert und ausgezeichnete Arbeit geleistet und dieses Projekt zu einem Erfolg gemacht hat.

Sabine Reiter

Projekte (alphabetisch)

Beratung

Personen: Martina Brunner, Laurent Koepp, Tobias Kovar, Stefan Niederwieser

Zeitraum: Februar 2020 - Dezember 2020

Beschreibung: Beratungen zu clubkulturellen Themen waren nach Abschluss der Erhebungen für das 3. Quartal 2020 geplant. Durch Covid-19 kam es bereits ab März 2020 zu einer Nachfrage. Die Themen der Beratungen betrafen vor allem die finanziellen Hilfeleistungen und die fachliche Vermittlung der behördlichen Maßnahmen. Die Beratungen und Beratungsthemen werden seit Juli 2020  im Customer Relationship Management (CRM) dokumentiert, das von Juli 2020 bis Dezember 2020 57 Beratungen und von Jänner 2021 bis März 2021 90 Beratungen verzeichnet. Es zeigt sich, dass der Beratungsbedarf konstant steigt, obwohl mangels Veranstaltungsmöglichkeit bisher nur wenige Themen aus dem gesamten vorgesehenen Spektrum nachgefragt sind. Die Beratungstätigkeit soll künftig einen der Hauptpfeiler der Vienna Club Commission darstellen..

Die zentralen Themen bei den Beratungen waren Covid-19 bedingt beschränkt auf:

  • Betriebsanlagen
  • Förderungen
  • Covid-19 Beratungen (Hilfsfonds und Schutzmaßnahmen)
  • Open Airs
  • Locationsuche 
  • Streaming

Bericht: Bedarfserhebung der Clubszene

Personen: Laurent Koepp

Zeitraum: Februar 2020 - Oktober 2020

Beschreibung: Was braucht die Clubszene am dringendsten? Die Bedarfserhebung der Clubszene macht erstmals in Zahlen nachvollziehbar, wie Bedürfnisse, Herausforderungen und Wünsche der Betreiber*innen und Veranstalter*innen aussehen. Die Anfang 2020 konzipierte Befragung wurde an 390 Akteur*innen der Clubkultur verschickt und Ende Juli 2020 in Zusammenarbeit mit der KMU Forschung ausgewertet. Die Ergebnisse lagen im August 2020 vor. Sie wurden im Herbst der Kulturstadträtin, Mitgliedern der Stadtregierung und der Verwaltung sowie der Wirtschaftskammer Wien präsentiert.

Link zum Bericht: Bedarfserhebung der Clubszene

Bericht: Clubkultur in den Wiener Bezirken / Bezirksbericht

Personen: Martina Kuso, Buero Blank

Zeitraum: Februar 2020 - August 2020

Beschreibung: Die Befragung der Bezirksvorstehungen und der Vorsitzenden der Kulturkommissionen wurde von der Kulturmanagerin Martina Kuso im Februar und März 2020 durchgeführt. Es galt mehr über die Relevanz des Nachtlebens, über Problem- und Handlungsfelder in den 23 Wiener Gemeindebezirken herauszufinden. Der Bericht wurde der Steuerungsgruppe vorgestellt und anschließend im August 2020 veröffentlicht. Die Ergebnisse: 15 Bezirksvorstehungen bezeichneten das Nachtleben als sehr relevant oder relevant für den Bezirk. Lärm und Schanigärten verursachen insgesamt die größten Probleme. In Richtung Vienna Club Commission gab es vor allem den Wunsch, eine Vermittlerrolle einzunehmen, zudem nach Beratung der Clubszene zu Sperrzeiten, Schallschutz und Nachhaltigkeit.

Link zum Bericht: Clubkultur in den Wiener Bezirken / Bezirksbericht

Bericht: Wiener Servicestellen im Club- und Veranstaltungskontext

Personen: Martina Brunner

Zeitraum: Februar 2020 - November 2020

Beschreibung: In Wien gibt es bereits viele Services, die sich an die Clubszene richten. Um Aufgaben und Handlungsfelder einer Vienna Club Commission abzugrenzen, wurden 23 Wiener Servicestellen im Veranstaltungsbereich befragt. Mögliche Kooperationen wurden zudem detailliert abgefragt. Die Bereitschaft, in den Bereichen Beratung, Workshops und Expert*innen-Pool zu kooperieren, ist allgemein sehr hoch. Alle befragten Services wünschen sich für die Clubszene eine Service- und Vermittlungsschnittstelle, die sich gezielt an die Akteur*innen im Club- und Veranstaltungskontext richtet.

Link zum Bericht: Wiener Servicestellen im Club- und Veranstaltungskontext

Dialogplattform

Personen: Stefan Niederwieser

Zeitraum: Mai 2020 - Dezember 2020

Wie im Projektantrag vorgesehen, wurde eine Dialogplattform entwickelt, deren Ziel es ist, zwischen Stakeholdern - vor allem zwischen Politik, Verwaltung und Szene - zu vermitteln, und gegenseitig für Information, Feedback und Handlungsempfehlungen zu sorgen. Durch den zweiten Covid-19-Lockdown im Oktober 2020 und die Wiener Gemeinderatswahlen musste ein konstituierendes Treffen aufgrund kurzfristiger Absagen verschoben werden.

Erhebung Servicestellen international

Personen: Martina Brunner

Zeitraum: Juli 2020 - Dezember 2020

Beschreibung: In über sechzig Städten weltweit ist eine Servicestelle für die Clubszene aktiv. Die Vienna Club Commission hat zehn prominente Stellen mit unterschiedlichen Modellen näher untersucht. Solche, die Top-Down organisiert sind, können durch die Nähe zu Politik und Verwaltung ihre Ideen auf Augenhöhe einbringen. Servicestellen, die Bottom-Up organisiert sind, genießen Vertrauen innerhalb der Szene durch ihre Unabhängigkeit. Sofern sich ihre vorgeschlagenen Lösungen an viele Zielgruppen richten, konnten sie zudem Vertrauen in Politik und Verwaltung gewinnen und sich erfolgreich mit ihnen vernetzen.

Die Vernetzungsarbeit wurde von den befragten Stellen insgesamt als relevantestes Angebot angegeben. Gesellschaftspolitische Themen - Gewalt, sexuelle Belästigung und Rassismus wie auch Nachhaltigkeit - stehen thematisch an vorderster Stelle, es folgen Schallschutz-Themen, während Rechts- und Finanzierungsfragen von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich behandelt werden. 

Link zum Bericht: Internationale Servicestellen für Clubkultur

Know How / Best Practice

Personen: Fabian Burger, Laurent Koepp, Stefan Niederwieser

Zeitraum: Jänner 2020 - Dezember 2020

Beschreibung: Die Vermittlung von Know How und die Verfassung von Leitfäden waren von Beginn an im Projekt vorgesehen. Die Themen wurden entsprechend der Covid-19-Situation bzw. der Bedarfserhebung priorisiert. Diese sind:

Ein Leitfaden zu “Schallschutz” - dem wichtigsten Thema der Bedarfserhebung - ist in Vorbereitung. 

Kommunikation und Marketing

Personen: Martina Brunner

Zeitraum: Jänner 2020 - Dezember 2020

Beschreibung: Mit dem Start der Vienna Club Commission im Jänner 2020 wurde eine interessierte Öffentlichkeit über Social Media Kanäle und Newsletter regelmäßig über ihre Aktivitäten und Projekte informiert.

Die Vienna Club Commission verzeichnet derzeit 2.757 Abonnent*innen bei Facebook, 1.619 Follower bei Instagram und 211 Follower bei Twitter. Der Newsletter wurde insgesamt 26 Mal versendet. Die Zahl der Adressat*innen erhöhte sich von anfangs 155 (Jänner 2020) auf derzeit 522.

Weiters wurde ein Blog auf www.musicaustria.at/tag/blog-der-vienna-club-commission eingerichtet, der Transparenz über die tägliche Arbeit der Vienna Club Commission schuf.

Derzeit finden sich ebendort 13 Blog-Einträge, u.a. zu den Themen Fixkostenzuschuss, zum Förderwettbewerb „Clubkultur Wien” wie auch “Zehn häufig gestellte Fragen an die Vienna Club Commission”.

Mit United We Stream als Marketing-Projekt kam es zu einer sehr breiten Präsenz der Vienna Club Commission in der Öffentlichkeit.

15 Vernetzungstreffen richteten sich an die Club- und Veranstaltungsszene, um sich persönlich auszutauschen und ebenfalls über die Arbeit und Vorhaben der Vienna Club Commission zu berichten.

Von Anfang an bestand ein großes mediales Interesse am Pilotprojekt. Es gab 127 Presseberichte in Printmedien und 50 Berichte in Radio und TV. Die größte mediale Aufmerksamkeit für das Pilotprojekt erreichte die erste Pressekonferenz zum 100% Fixkostenzuschuss am 08.08.2020. Über das Pressemonitoring wurden zur Pressekonferenz rund 30 Berichterstattungen in Print, Online, TV und Radio innerhalb von zwei Tagen gezählt.

Mit zwei Presseaussendungen im Jahr 2020 machte die Vienna Club Commission ebenfalls auf sich aufmerksam:

  • PA 08.01.2020 - "mica – music austria: Vienna Club Commission startet“
  • Aviso 24.07.2020 - "Aviso: Pressegespräch mit Vertreter*innen der Clubszene“

Organisationsentwicklung

Personen: Stefan Niederwieser, Stefan Nöbauer

Zeitraum: Jänner 2020 - Dezember 2020

Beschreibung: Im Jänner 2020 wurde Organisationsentwickler Stefan Nöbauer hinzugezogen, um Prozesse innerhalb der Vienna Club Commission zu optimieren und Zuständigkeiten abzugrenzen. Zudem half Stefan Nöbauer beim Design von beratenden Gremien und Schnittstellen zur Stadt. Die Ergebnisse wurden Mitgliedern der Stadtregierung und -verwaltung in Form eines Business Plans vorgelegt.

Politische Arbeit

Personen: Martina Brunner, Laurent Koepp, Stefan Niederwieser

Zeitraum: Jänner 2020 - Dezember 2020

Beschreibung: Die politische Arbeit änderte sich mit Covid-19 schlagartig. Die Vienna Club Commission vermittelte nun auf Bundesebene die Anliegen der Clubszene, machte auf deren existenzielle Bedrohung aufmerksam und trat als erste Stakeholderin für einen 100% Fixkostenzuschuss ein, als andere Gruppierungen noch rasche Cluböffnungen forderten.

Auf kommunaler Ebene wurde die MA 5 zu Maßnahmen zur Rettung der Clubkultur beraten. Kriterien für die 3-Millionen-Euro-Clubkulturförderung wurden gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur entwickelt. Zudem ergingen im September 2020 Vorschläge für die kommende Legislaturperiode an die SPÖ Wien und die Grünen Wien. Vorhandene Berichte wurden zudem Mitgliedern der Stadtregierung vorgestellt. Zu einem Austausch kam es auch mit Neos Wien.

Space Of Urgency

Personen: Martina Brunner, Liese Kingma, Laurent Koepp

Zeitraum: Jänner 2020 - März 2020

Beschreibung: Die Ausstellung “Space of Urgency” von Bogomir Doringer in Zusammenarbeit mit ehemaligen Projektleiter*innen der Clubcommission Berlin sollte in einer Kooperation mit der Vienna Club Commission zu einer Konferenz ausgebaut werden. Zentrales Thema wäre “Raum für Clubkultur” bzw. der Mangel an Räumen gewesen. Durch den Covid-19 Ausbruch im März 2020 wurde die Planung eingestellt.

United We Stream

Personen: Martina Brunner, Laurent Koepp, Tobias Kovar, Stefan Niederwieser

Zeitraum: März 2020 - Juni 2020

Beschreibung: United We Stream wurde von der Clubcommission Berlin und Reclaim Club Culture mit der Schließung aller Clubs aufgrund von Covid-19 initiiert. Via Livestreams konnten Interessierte Musik und Clubatmosphäre erleben. Ziel war einerseits zu zeigen, dass Clubkultur weiter besteht, und andererseits Spenden zur Unterstützung von Clubs zu sammeln.

Ziel der Kooperation der Vienna Club Commission war vor allem die Sichtbarmachung von Clubs und Musiker*innen. Insgesamt wurden in Wien drei Streams in Kooperation mit Arte Concert organisiert (Das Werk, Fluc + Fluc Wanne, Sass). Über eine Kooperation mit Arte Concert und einem Crossposting-System über Facebook konnte eine hohe Reichweite an Zuseher*innen erreicht werden.

Der Stream aus dem “Werk” hatte z.B. 146,9K Aufrufe auf Facebook. Darüber hinaus wurden noch acht Streams unter United We Stream Vienna abseits der Arte Concert Kooperation organisiert. Insgesamt wurden rund 4.500 Euro Spenden gesammelt.

Link zu United We Stream Vienna

VCC Radar

Personen: Buero Blank, Tobias Kovar, Stefan Niederwieser, Florian Wachmann

Zeitraum: Februar 2020 - Dezember 2020 (Launch)

Beschreibung: Bislang gab es keinen Überblick über Wiener Musikspielstätten und ihre Ausstattung. Der VCC Radar ist ein Online-Service für Veranstalter*innen, um den richtigen Raum für ihre Veranstaltungen zu finden. Dafür wurde im Februar 2020 eine Befragung von Musikspielstätten ausgearbeitet, die Covid-19 bedingt im Juni 2020 ausgesendet wurde. Datenbank-System und Interface wurden von einem Grafik- und Programmierbüro entwickelt.

Der Prototyp des VCC Radar wurde beim Symposium “Freie Szene - Orte schaffen“ Anfang September 2020 im Wiener Semperdepot vorgestellt. Nach Optimierungen ging das Service schließlich im November 2020 online und ist unter vcc-radar.at abrufbar. Die Datenbasis muss betreut und das Service evaluiert werden.

Link zum VCC Radar

Vernetzung Behörden

Personen: Martina Brunner, Laurent Koepp, Stefan Niederwieser

Zeitraum: Jänner 2020 - Dezember 2020

Beschreibung: Die Bedarfserhebung zeigt, dass die Vernetzung mit Behörden für die Betreiber*innen und Veranstalter*innen eine große Schwierigkeit darstellt. Einerseits mangelt es an der Zurverfügungstellung von Informationen andererseits finden die Bedürfnisse der Szene laut Bedarfserhebung einen zu geringen Eingang in die Arbeitsprozesse der Behörden.

Die Vienna Club Commission hat deswegen über das gesamte Jahr 2020 hinweg den Austausch mit den Stakeholdern intensiviert, einerseits mit den unterschiedlichen Magistratsabteilungen andererseits auch mit Stellen wie der Sucht - und Drogenkoordination, der LPD sowie dem WienTourismus und der Wirtschaftsagentur.

Es wurde über gemeinsame Strategien gesprochen, aber auch über die jeweiligen Bedürfnisse. Erste positive Ergebnisse der Gespräche waren die “Clubkulturförderung” oder die Vermittlung bei Mietzinsstundungen. Längerfristige Kooperationen sind u.a.  eine Kampagne zu “Safer Nightlife” oder die im 1. Quartal 2021 beginnenden Workshops zum neuen Veranstaltungsgesetz.

Vernetzung Szene

Personen: Martina Brunner, Laurent Koepp, Stefan Niederwieser

Zeitraum: Jänner 2020 - Dezember 2020

Die Vienna Club Commission hat im gesamten Jahr 2020 nicht nur den Austausch mit den Stakeholdern intensiviert (siehe Vernetzung Behörden), sondern auch mit der Szene, die größtenteils aus Veranstalter*innen und Clubbetreiber*innen besteht. Neben  der Bedarfserhebung waren die Vernetzungstreffen und die Fokusgruppen ein elementarer Bestandteil der Vernetzungsarbeit.. Bei den Vernetzungstreffen wurde über die Arbeit und Vorhaben der Vienna Club Commission berichtet sowie über die Bedürfnisse der Szene gesprochen. 

Insgesamt wurden 4 Vernetzungstreffen im Jahr 2020 abgehalten. Die Teilnehmer*innenanzahl schwankte zwischen 60 und 10 Teilnehmer*innen. 

Die Vienna Club Commission hat im Jahr 2020 zu 11 Terminen mit Fokusgruppen geladen. Die Themen betrafen hauptsächlich die durch Covid-19 hervorgerufene Situation. Die Gruppen bestanden meist aus 6 - 8 Teilnehmer*innen, fallweise wurde zu ein und demselben Thema mit mehreren Fokusgruppen diskutiert. Fokusgruppen wurden auch kurzfristig organisiert, um schnell einen Überblick über diverse Problemlagen zu gewinnen und um Maßnahmen vorschlagen bzw. kohärente Maßnahmen zu den angesprochenen Problemfeldern entwickeln zu können.

Die wichtigsten Themen waren hier “Maßnahmen zum Erhalt der Clubkultur”, “Maßnahmen zum Erhalt der Wiener Clubkultur”, Probleme bei der Beantragung zu Hilfsfonds oder die “Vorschläge für die Koalitionsverhandlungen”.

Website

Personen: Buero Blank, Martina Bruner, Cornelia Ebruster, Stefan Niederwieser, Florian C. Wachmann

Zeitraum: Juni 2020 - Dezember 2020 (Launch)

Beschreibung: Anfang Jänner 2020 ging eine erste Version der Vienna Club Commission Website online. Sie wurde genutzt, um über die Arbeit der Vienna Club Commission und über Covid-19 Hilfsmaßnahmen zu informieren.

Anfang 2021 wurde die Website neu aufgesetzt. Neben einer kompletten grafischen Umgestaltung wurde die gesamte Struktur userfreundlich verändert.

Der Jahresberichts enthält in seiner Langfassung zusätzlich eine chronologische Auflistung der Tätigkeiten. Verfasst wurde der Jahresbericht von Martina Brunner, Laurent Koepp und Stefan Niederwieser. Feedback kam von Sabine Reiter und Andrea Wetzer. Feedback und Nachfragen gerne unter info@viennaclubcommission.at

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