Förderungen für Betreiber*innen von Clubs bzw. Musikspielstätten, Veranstalter*innen und Kulturschaffende

Wir geben euch hier eine Übersicht über Förderungen, die ihr als Betreiber*in, Veranstalter*in oder Kulturschaffende beziehen könnt.

Inhalt

Förderungen der Stadt Wien

Wer: Vereine, Unternehmen, Künstler*innen, kunstschaffende Selbstständige sowie kunstschaffende natürliche Personen. Gefördert werden Clubs bzw. Musikspielstätten, Ensembles, Orchester, Chöre und Projekte wie Konzertveranstaltungen und Festivals auf hohem künstlerischen Niveau. 

In den letzten Jahren wurden Clubs, Veranstaltungen oder Festivals gefördert, wie z.B. Basstrace, Chelsea, czirp czirp, Das Werk, Fluc + Fluc Wanne, Hyperreality, Loft, Nachtigall Podcast, Parken, Rhiz, RRRIOT, Sounds Queer?, Struma+Iodine, Viennese Soulfood, Viper Room, Waves Vienna, Werk. Alle geförderten Projekte findet ihr im Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsbericht der Stadt Wien 2021 (S. 72-80). 

Wofür: Seit 2018 legt die Stadt Wien Kultur verstärkten Fokus auf die Clubkultur und möchte diese weiter unterstützen. 

Was: Einzelförderungen, Gesamtförderungen über ein oder mehrere Jahre. Einzelvorhaben im Rahmen der Einzelförderung, Jahrestätigkeiten im Rahmen einer Gesamtförderung. Eine Gesamtförderung kann für 1 Jahr oder nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachreferat für mehrere Jahre vergeben werden. Mehrjahresförderungen erhalten in der Regel aber nur Institutionen, die glaubhaft derart umfangreiche Projekte abwickeln können.

Wie: Online-Einreichung über die Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7

Wann: Nächster Einreichschluss ist am 15.10.2022 für Einzelförderungen und Gesamtförderungen

Links: MA 7 - Musik Förderungsantrag / Förderrichtlinien im Bereich der Musik

Wer: Der Wettbewerb steht allen Kreativen, Visionären und Denker*innen offen. Er richtet sich an Kreativschaffende, Raumbetreiber*innen und Raumunternehmer*innen. Einzelpersonen und kollaborative Zusammenschlüsse wie Initiativen, Vereine, Genossenschaften sowie Unternehmen können Nutzungskonzepte einreichen.

Wofür: Der Wettbewerb „Creatives for Vienna – Making Spaces“ lädt zur Entwicklung und Weiterentwicklung von Räumen kreativer Nutzungen ein. Räume spielen als Orte der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration eine entscheidende Rolle für gemeinschaftliches, kooperatives und vernetztes Arbeiten von Kreativschaffenden. Die Wirtschaftsagentur Wien sucht Konzepte für die Nutzung von Räumen, die die Palette an verfügbaren Raumtypen für die Kreativwirtschaft bereichern oder erweitern. Voraussetzung für die Einreichung ist die Ausrichtung des Vorhabens auf einen konkreten Raum.

Was: 15.000 Euro für die Entwicklung von Räumen für Kreativschaffende in Wien von der Wirtschaftsagentur Wien

  1. für Räume, die bereits genutzt werden, und                                     
  2. für Räume, deren Nutzung in Planung oder Entwicklung ist. 

Zusätzlich werden vier konkrete Räume zur Nutzung ausgeschrieben, für die Konzepte entwickelt und eingereicht werden können (weitere Infos dazu siehe Link unten).                                
Zugelassen sind jegliche Konzepte, welche auf die im Wettbewerb formulierten Themenstellungen reagieren und einen konkreten Ort bespielen bzw. bespielen werden.

  • Der konkrete Ort muss sich in Wien befinden.
  • Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenfrei.
  • Einreichungen sind online nach vorheriger Registrierung unter wirtschaftsagentur.at zulässig.
  • Einreichungen können ausschließlich in deutscher oder englischer Sprache erfolgen.
  • Einreichende müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Wie: Einreichungen sind über das Online-Einreichformular der Wirtschaftsagentur Wien möglich.

Wann: Laufend vom 17.11.2022 bis 15.02.2023 

Links: Wirtschaftsagentur Wien - Making Spaces Informationsseite, Fokus Raum - Worum geht es?, Konzepte - Was kann eingereicht werden?, Allgemeine Teilnahmebedingungen, Details zur Einreichung

Wer: Wiener Kulturschaffende, Kunst- und Kulturinstitutionen und Vereine aller Kunstrichtungen.

Was: Die Bezirke fördern Einzelvorhaben im Rahmen der Einzelförderung (bisher "Projektförderung") und Jahrestätigkeiten im Rahmen einer Gesamtförderung (bisher "Jahresförderung"). Unterstützt werden Stadtteilkultur-Projekte, Aktivitäten, die einen Bezug zu einzelnen Bezirken haben sowie interkulturelle Projekte und Vorhaben. Im Fokus steht dabei, das soziale Miteinander im Bezirk zu fördern sowie die Gesellschaft in ihrer kulturellen Vielfalt abzubilden.

Wie: Der Antrag kann Online gestellt werden. Wir empfehlen vorab Kontakt mit der Kulturkommission des Bezirkes aufzunehmen um euer Anliegen zu besprechen.

Wann: Der Antrag muss mindestens 6 Wochen vor Veranstaltungstermin, jedoch spätestens bis Ende Oktober des laufenden Jahres gestellt werden. Die Fristen des jeweiligen Bezirks sind zu beachten.

Link: Förderrichtlinien im Bereich Bezirkskulturförderung

Wer: Wiener Kulturschaffende, Kunst- und Kulturinstitutionen und Vereine aller Kunstrichtungen sind eingeladen Projektanträge einzureichen.

Was: Gefördert werden in sich geschlossene Projekte, die an dezentralen Orten künstlerische und kulturelle Impulse setzen. 

Mit SHIFT werden 30 eingereichte Projekte mit festen Summen gefördert.
Shift (1): 3 Projekte zur Umsetzung künstlerischer Vorhaben zu je 100.000 Euro
Shift (2): 4 Projekte zur Umsetzung künstlerischer Vorhaben zu je 75.000 Euro
Shift (3): 9 Projekte zur Umsetzung künstlerischer Vorhaben zu je 50.000 Euro
Shift (4): 14 Projekte zur Förderung künstlerischer Arbeit zu je 20.000 Euro

Wie: Online-Einreichung

Wann: Einreichschluss war der 11.09.2022. 

Link: Basis.Kultur.Wien

Wer: Die Wirtschaftsagentur bietet unterschiedlichste Förderungen für Wiener Unternehmer*innen und ist daher unter Umständen Anlaufstelle für Locationbetreiber*innen.

Was: Laufend wechselnde Calls. Zum Beispiel: Förderung der Neubelebung von leerstehenden Erdgeschoß-Geschäftslokalen, Unterstützung von Nahversorgungsunternehmen bei Konkurrenzfähigkeit, usw.

    • Geschäftsbelebung Jetzt!
      Du Gründest einen Club? Die Wirtschaftagentur fördert die Neubelebung von leerstehenden Erdgeschoss-Geschäftslokalen.
      • Förderquote: 50 %, max.
      • Fördersumme: 25.000 Euro pro Projektstandort,
      • keine Mindestinvestition nötig
      • Einreichzeitraum: 01.03.2021 bis 31.12.2022
      • Nächste Deadlines: 31.10.2021, 31.12.2022

    • Nahversorgung Fokus
      Förderung neuer Angebote von Nahversorgungsunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten sowie Gründerinnen und Gründer.
      • Gefördert werden externe Dienstleistungen, interne Personalkosten, Anlagen und Maschinen, bauliche Maßnahmen, Sach- und Materialkosten.
      • Förderquote: 50 %,
      • max. Fördersumme: 50.000 Euro je Projekt,
      • Frauen-Bonus: 2.000 Euro,
      • Mindestprojektgröße: 15.000 Euro;
      • max. Projektdauer: 2 Jahre
      • Einreichzeitraum: 01.01.2018 bis 31.12.2023
      • Nächste Deadlines: 30.09.2022, 31.12.2022, 31.03.2022, und weitere

    • Nahversorgung und Digitalisierung
      Unterstützung von Nahversorgungsunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten bei Konkurrenzfähigkeit, Standortfrage und Digitalisierungsmaßnahmen.
      • Einreichzeitraum: 01.05.2019 bis 31.12.2023
      • Förderquote: 10 % für Nahversorgungsmaßnahmen,
      • 50 % für Digitalisierungsmaßnahmen,
      • max. Fördersumme: 10.000 Euro pro Jahr;
      • Mindestprojektgröße 5.000 Euro;
      • max. Projektdauer 2 Jahre

Wie: Über das Fördercockpit der Wirtschaftsagentur

Wann: Laufend

Link: Wirtschaftsagentur Wien

Förderungen des Bundes

Bei vielen Förderungen des Bundes ist zu beachten, dass diese „nur subsidiär zu den Leistungen der regionalen Gebietskörperschaften“ bewilligt werden. Dies bedeutet, dass andere Gebietskörperschaften wie Bundesländer, Städte etc. ebenfalls Förderungen auszahlen müssen, um für Förderungen des Bundes infrage zu kommen. Die Zusagen der regionalen Fördergeber müssen bei der Antragstellung noch nicht vorgelegt werden, sondern können nachgereicht werden.

Wer: Der Energiekostenzuschuss richtet sich an energieintensive, gewerbliche und gemeinnützige Unternehmen und unternehmerische Bereiche von gemeinnützigen Vereinen. Als energieintensiv gelten Unternehmen, deren jährliche Energie- und Strombeschaffungskosten sich auf mindestens 3 % des Produktionswertes belaufen. Um kleinere Unternehmen sowie unternehmerische Bereiche von gemeinnützigen Vereinen zu unterstützen, entfällt bei Jahresumsätzen bis 700.000 Euro das 3 %- Energieintensitätskriterium.

Daher wird auch grundsätzlich der gewerbliche Betrieb von Clubs und Musikspielstätten von der Förderfähigkeit umfasst.

Was: Förderbare Energieträger sind Strom, Erdgas und Treibstoffe (Benzin und Diesel). Diese Energie-Mehrkosten werden für den Zeitraum 01.02.2022 bis 30.09.2022 gefördert. Es gibt insgesamt 4 verschiedene Förderstufen, wobei für Clubs und Musikspielstätten voraussichtlich Stufe 1, Stufe 2 und das Pauschalfördermodell für Klein- und Kleinstbetriebe von Relevanz sind.

  • Förderstufe 1: In Stufe 1 werden Mehrkosten für Strom, Erdgas und Treibstoffe mit 30 % der Preisdifferenz zum Vorjahr gefördert. Die Zuschussuntergrenze beträgt 2.000 Euro bis max. 400.000 Euro. 
  • Förderstufe 2: Voraussetzung für den Zuschuss ist mindestens die Verdoppelung der Preise für Strom und Erdgas. In diesen Fällen werden bis zu 70 % des Vorjahresverbrauchs mit max. 30 % gefördert. Die maximale Förderhöhe beträgt 2 Mio. Euro pro Unternehmen. Treibstoffe werden in dieser Stufe nicht gefördert. 

Für Kleinst- und Kleinbetriebe werden die Energiekosten des Unternehmens 2022 halbiert (optional: Verdoppelung der Energiekosten 2021). Davon werden 30 % pauschaliert nach Stufen gefördert. Die Zuschusshöhe nach der Pauschalierung beträgt mindestens 300 Euro (dies entspricht insgesamt 2.000 Euro Energiekosten) und maximal 1.800 Euro (bei 12.000 Euro Energiekosten).

Voraussetzung: Als Förderkriterium setzen Förderungswerber*innen bis 31.03.2023 Energiesparmaßnahmen im Bereich der Beleuchtung und Heizung im Außenbereich um. 

Wie: Online-Registrierung und Beantragung auf der aws-Antragsplattform "Fördermanager" 

Wann: Der erste Schritt ist die Voranmeldung – dies geschieht durch Übermittlung von einigen wenigen Daten. Die Voranmeldung startet mit 7. November 2022 bis 28. November 2022. Es gilt das First-Come-First-Served-Prinzip – eine zeitnahe Beantragung ist sehr sinnvoll! Auf Basis der Reihenfolge der eingelangten Voranmeldungen wird ein Zeitraum zugewiesen, in dem ein Antrag gestellt werden kann. Die Reihenfolge des Einlangens der Anträge ist für die Vergabe der einer Budgetobergrenze unterliegenden Zuschussmittel maßgeblich. Die Antragszeiträume starten frühestens am 29. November 2022 und enden spätestens am 15. Februar 2023. 

Links: Infopaket Energiekostenzuschuss

Wer: Veranstaltungsstätten, Produktionsstätten, Probe- und Lagerräume

Wofür: Das Ziel des Programmes "Klimafitte Kulturbetriebe" ist die Ökologisierung im Kunst- und Kulturbereich voranzutreiben und Nachhaltigkeit im Kunst- und Kulturbereich zu fördern. Die Maßnahmen sollen zur Senkung von CO2-Emissionen im Kunst- und Kulturbetrieb beitragen und Kulturbetriebe als öffentlichkeitswirksame Vorbilder für Klimaschutzmaßnahmen etablieren.

Was: Gefördert werden folgende ökologische Vorhaben zur nachhaltigen Senkung von CO2-Emissionen in allen zu einem Kunst- und Kulturbetrieb zugehörigen Gebäuden in Österreich:

  • Klimafreundliche Heizung, Lüftung und Kühlung
  • Nutzung erneuerbarer Energieträger
  • Energieeffiziente Innen- und Außenbeleuchtungssysteme
  • Thermische Gebäudesanierung
  • Maßnahmen zur Einsparung von natürlichen Ressourcen und CO2-Emmissionen

Die maximale Förderhöhe beträgt 250.000 Euro pro Förderungsnehmer*in und Ausschreibung, die Förderintensivität liegt zwischen 50 % bis 75 %.

Wie: Online-Einreichung 

Wann: 1. Ausschreibung (Start: 15.10.2022 ; Ende: 15.03.2023, 24:00 Uhr)
2. Ausschreibung (Start: 16.03.2023; Ende: 29.09.2023, 12:00 Uhr)  

Links: Förderprogramm „Klimafitte Kulturbetriebe“ auf der Website des Klima- und Energiefonds / Sonderrichtlinien des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport für die Gewährung von Förderungen für klimafitte Kulturbetriebe

Wer: Unternehmen bis maximal 49 Mitarbeiter*innen, die gemäß § 5 Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG) im Kalendermonat des Rechnungsdatums ihre Beschäftigungspflicht zur Einstellung begünstigter Behinderter erfüllen bzw. die keiner Einstellungspflicht unterliegen. 

Was: Rampen, Eingangstüren, Einbau von Liften, Überwindung von Niveauunterschieden, Leitsysteme, Antirutschbeschichtungen, Ausstattung von  Sanitärräumen, Adaptierung von Webseiten, Onlineplattformen, die helfen Barrieren zu überwinden, Nachrüstung von Liftanlagen. Pauschalabgeltung in Höhe von 25 % der Gesamtkosten.

Wie: Online-Antrag auf Gewährung einer Förderung für Dienstgeber*innen beim Sozialministerium

Wann: Laufend

Link: Aktion "Barriere:freie Unternehmen" des Sozialministeriums

Wer: Vereine, kunstschaffende Selbstständige sowie kunstschaffende natürliche Personen. Förderung von österreichischen Konzertveranstalter*innen, die auf eine mehrjährige kontinuierliche Tätigkeit verweisen können.

Was: Teilfinanzierung des künstlerischen Programms.

Wie: Online-Antrag sowie postalisch über das Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport.

Wann: Spätestens am 31. Oktober für Programme des Folgejahres.

Links: BMKÖS – Jahresprogammförderung 

Förderungen der Bundesländer

Die Förderangebote der Bundesländer sind sehr unterschiedlich, meist werden Konzerttätigkeiten gefördert, teilweise auch Tonträgerproduktionen. Auf Gemeindeebene sind die Aussichten auf Unterstützung oftmals noch vielversprechender, gerade in kleineren Gemeinden ist die Anzahl der Mitbewerber*innen gering, die seltenen Möglichkeiten der Gemeinden, sich mit kulturellen Vorhaben zu schmücken, werden daher gerne genutzt.

Link: Informationen zu Förderungen der Bundesländer

Förderungen der Verwertungsgesellschaften

Wenn die Künstler*innen eurer Veranstaltungen bei der AKM gemeldet sind, könnt ihr unter Umständen Förderungen der Verwertungsgesellschaften beziehen.

Wer: Verbände, Organisationen und sonstige Musikinstitutionen

Was: Veranstaltungen, Ensembles, die überwiegend zeitgenössische österreichische Musik aller Sparten von lebenden UrheberInnen präsentieren. Wettbewerbe im Bereich Musik oder Musik/ Wort, Präsentation österreichischer Musik bei nationalen und internationalen Musikmessen, Musikkongressen, Tagungen, etc.

Wie: Über das Online Portal der GFÖM

Link: Förderungen der GFÖM

Wer: Die SKE vergibt Kunst- & Kulturförderungen direkt an oder zu Gunsten von zeitgenössischen Komponist*innen, die Urhebertantiemen über die austro mechana erhalten.

Was: Aufführungen: Jahres- und Festivalprogramme von Veranstaltern (Konzerte mit Eintritt)
Nicht möglich sind Anträge zu Gratiskonzerten und Einzelkonzerten.

Wann: Die Beiratstermine finden aktuell drei Mal jährlich statt. Sie sind auf der Website der SKE veröffentlicht.

Wie: Schriftlicher Förderantrag, formlos (kein Formular), per E-Mail oder Brief mit Name und Adresse, eMail- und Telefonkontakt

Link: Kunst & Kulturförderungen der SKE

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