Awareness-Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Wiener Club- und Veranstaltungskultur. Um sichtbar zu machen, wie viele Menschen und Teams diese Arbeit leisten und wie vielfältig sie ist, starten wir eine Awareness-Datenbank für Wien.
In den kommenden Monaten treten zudem Änderungen im Wiener Veranstaltungsgesetz in Kraft, die Awareness bei Veranstaltungen betreffen. Mehr dazu könnt ihr in unserem Beitrag zur Novelle des Wiener Veranstaltungsgesetzes lesen.
Die Datenbank soll Veranstalter:innen, Clubs und Organisationen außerdem einen Überblick geben und es erleichtern, passende Awareness-Teams zu finden.
Hier könnt ihr eure Informationen eintragen. Die Datenbank wird, sobald genügend Einträge da sind, auf der VCC Website veröffentlicht und stetig ergänzt.
Wer kann sich registrieren?
Alle Clubs, Kollektive, Teams und Einzelpersonen in Wien, die Awareness-Arbeit leisten.
Was ist Awareness?
Awareness ist eine soziale Praxis, die sich präventiv und deeskalierend mit Diskriminierung und Gewalt auseinandersetzt und dabei die Bedürfnisse und Erfahrungen der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt.¹
In feministischen und aktivistischen Kontexten beschreibt Awareness eine Haltung und Praxis im Umgang mit Gewalt, Diskriminierung und Machtverhältnissen. Awareness-Arbeit dient dazu, übergriffiges Verhalten – insbesondere (sexualisierte) Gewalt – zu verhindern und darauf zu reagieren, wobei gesellschaftliche Machtstrukturen und individuelle Erfahrungen berücksichtigt werden.²
Im Club- und Veranstaltungskontext sendet Awareness außerdem ein klares Signal:
Kein Raum kann allen Bedürfnissen gleichermaßen gerecht werden. Es gibt Barrieren – sowohl strukturelle als auch situative. Awareness-Arbeit versucht jedoch, Menschen dabei zu unterstützen, diese Räume möglichst sicher und selbstbestimmt zu nutzen, zu betreten und sich darin zu bewegen – auch beim Feiern.³
So unterschiedlich Veranstaltungsformate sind, so vielfältig sind auch Awareness-Teams und ihre Arbeitsfelder. Viele Teams spezialisieren sich auf bestimmte Kontexte, zum Beispiel:
- Clubs & Afterhours
- Live-Konzerte
- Demonstrationen & Kundgebungen
- Öffentliche Räume
- Kunst- und Kulturveranstaltungen (z. B. Ausstellungen, Vernissagen)
- Queere Veranstaltungen
- Konferenzen
- Sex-positive Veranstaltungen
- BDSM-Veranstaltungen
- … und viele mehr
Diese Vielfalt soll sichtbar werden.
Die Datenbank zeigt, wer wo, wie und in welchen Kontexten arbeitet – statt Awareness als standardisierte Dienstleistung zu verstehen.
Hier könnt ihr euch für die VCC Awareness-Datenbank registrieren. Bei Fragen, Feedback oder Anliegen schreibt uns gerne hier.
¹ AwA*
² Awareness Institut
³ Awareness Akademie

