Awareness ist ein wichtiger Bestandteil von Club- und Veranstaltungskultur. Gleichzeitig stellen sich für viele Akteur:innen praktische Fragen: Wie entwickelt man ein Awareness-Konzept? Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Und welche Anforderungen ergeben sich durch die Novelle des Wiener Veranstaltungsgesetzes?
Die VCC Awareness Mappe wurde entwickelt, um bei der Erstellung von Awareness-Konzepten im Club- und Veranstaltungskontext zu unterstützen. Sie bietet praxisnahe Informationen, Handlungsempfehlungen und Orientierungshilfen für Veranstalter:innen, Clubbetreiber:innen, Awareness-Teams, Sicherheitspersonal und Mitarbeiter:innen.
Als Leitfaden soll sie dabei helfen, Maßnahmen zum Umgang mit Diskriminierung, Grenzüberschreitungen, Konflikten und belastenden Situationen zu entwickeln und nachhaltige Strukturen für sicherere Veranstaltungsräume zu schaffen.
Inhalte
Die Mappe vermittelt zunächst grundlegendes Wissen über Awareness-Arbeit und bietet einen verständlichen Einstieg in die Frage, was Awareness im Club- und Veranstaltungskontext bedeutet. Dabei werden zentrale Grundsätze, Haltungen und Ziele der Awareness-Arbeit erläutert und in ihren praktischen Kontext eingeordnet.
Im Zuge der Novelle des Wiener Veranstaltungsgesetzes findet ihr hier das von der Stadt Wien bereitgestellte Dokument zu den aktuellen Anforderungen für Sicherheit und Awareness bei Veranstaltungen.
Ergänzend dazu wurde gemeinsam mit der MA 36 sowie dem Frauenservice Wien (MA 57) ein FAQ-Bereich erarbeitet, der Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die praktische Umsetzung von Awareness-Maßnahmen bietet.
Um die Entwicklung und Umsetzung von Awareness-Konzepten bestmöglich zu unterstützen, enthält die Mappe außerdem praxisnahe Beispiele und Handlungsempfehlungen. Diese veranschaulichen mögliche Szenarien und Rettungsketten im Awareness-Kontext und bieten Orientierung für den Umgang mit unterschiedlichen Situationen. Ziel ist es, Teams dabei zu unterstützen, klare Strukturen und Handlungsabläufe zu etablieren und so zu inklusiveren, sichereren und zugänglicheren Club- und Veranstaltungsräumen beizutragen.
Die Inhalte dieser Mappe basieren auf einer Sammlung unterschiedlicher Ressourcen – darunter fachlichen Publikationen, Praxiserfahrungen aus der Club- und Veranstaltungsszene sowie der Zusammenarbeit mit Organisationen und Initiativen im Rahmen der von der Stadt Wien beauftragten und finanzierten Safer Feiern Workshopreihe. Das vermittelte Wissen stützt sich dabei u. a. auf die Arbeit von AwA*, Frauen:domäne, Frauenservice Wien, Respect Existence – Rote Karte, ZARA Training, D!SRUPT, PrideBiz, vimö, WASt, checkit!, PsyCare Austria, Wiener Rotes Kreuz, FullAccess, myAbility, triptalks, Awareness Akademie, National Harm Reduction Coalition und Right to Be.
Hinweis
Awareness-Arbeit ist ein laufender Prozess, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und von Reflexion, Austausch, Kritik und kollektiven Erfahrungen lebt. Unterschiedliche Veranstaltungsformate, Räume, Communities und Bedürfnisse erfordern unterschiedliche Lösungen. Daher versteht sich diese Mappe nicht als fertiger oder universeller Leitfaden, sondern als Grundlage, die erweitert, angepasst und weitergedacht werden soll. Feedback, Ergänzungen, Kritik und neue Perspektiven sind ausdrücklich willkommen, um die Inhalte laufend weiterzuentwickeln und praxisnah zu gestalten.
Meldet euch dafür gerne direkt bei uns über das VCC Beratungsformular.

